Deutschland | Wurzelgemüse | Marktversorgung

Bei Radies übernimmt deutsche Ware die Marktversorgung

18.04.2019 (AMI) – Mit den steigenden Erntemengen aus dem frühen Freilandanbau hat sich der Übergang auf deutsche Radies weitgehend vollzogen. Die Preise geben saisonüblich nach.

Aus dem folienverfrühten Freilandanbau im Südwesten Deutschlands stehen steigende Mengen an Radies zur Verfügung. Mit dem zunehmenden Angebot geben die Abgabepreise der deutschen Erzeugermärkte weiter nach und auch an den Großmärkten ist ein Preisrückgang zu erkennen. Mitte der 16. Woche werden deutsche Radieschen im Schwerpunkt um 0,40 EUR/Bund verkauft. Das sind 6 % weniger als in der Vorwoche und 19 % weniger als im Vorjahr. Im vergangenen Jahr setzte die Saison später ein. Zuletzt waren Radieschen zu diesem Zeitpunkt im Jahr 2014 billiger. Damals war die Saison aufgrund hoher Temperaturen sehr früh angelaufen.

Der LEH hat inzwischen auch in den Angebotsaktionen fast vollständig auf deutsche Radieschen umgestellt. In der 16. Woche sind Radieschen insgesamt 9-mal in den Werbezetteln des LEH vertreten. Die Aktionspreise liegen zwischen 0,39 und 0,69 EUR/Bund. Zur selben Zeit des Vorjahres waren noch ausschließlich Importe mit Aktionspreisen zwischen 0,52 und 0,55 EUR/Bund beworben worden. Die Nachfrage der privaten Haushalte war in den vergangenen Wochen stetig, insgesamt aber unterdurchschnittlich. Mit den angekündigten frühlingshaften Witterungsbedingungen wird die Nachfrage steigen.


Wie werden sich Angebot und Nachfrage nach Radies und anderen Frühgemüsen entwickeln? Behalten Sie die aktuellen Entwicklungen mit unserem Onlinedienst Markt aktuell Gemüse im Blick. Neben tagesaktuellen Abgabepreisen an den Großmärkten finden Sie dort einmal wöchentlich einen Kommentar zur Marktlage. Sie sind noch kein Kunde? Nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten in unserem Shop.




Beitrag von Michael Koch
Marktexperte Gartenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Fruchtgemüse | Angebot

Bei Zucchini nun aus dem Vollen schöpfen

25.02.2021 (AMI) – In den Anbaugebieten des Mittelmeerraumes liegen die Erntemengen bei Zucchini auf hohem Niveau. Die Verbraucher in Deutschland greifen bei frühlingshafter Witterung und konsumgünstigen Preisen verstärkt zu diesem Fruchtgemüse. Für den Einzelhandel sind Zucchini gerade jetzt ein beliebter Werbeartikel.   Mehr

Deutschland | Obst | Aktionspreise

Trotz Corona-Delle mehr Obst in der Werbung

23.02.2021 (AMI) – Ein Jahr mit 53 Wochen, da muss die Zahl der Werbeanstöße doch fast zwangsläufig höher sein als im Vorjahr. Diese Aussage gilt für 2020 nur bedingt. Tatsächlich wurde mehr frisches Obst vom Lebensmitteleinzelhandel beworben, aber das Plus bei der Zahl der Werbeanstöße fiel schwächer aus als erwartet. Schuld war die Corona-Pandemie. Im April hatte der LEH die wöchentlichen Werbezettel zeitweise ausgesetzt, daher wird im Werbekalender eine deutliche Corona-Delle sichtbar. Die Corona-Pandemie war 2020 aber nicht die einzige Einflussgröße. Unterschiedliche Saisonverläufe führen zu Veränderungen in der Top-10 der meistbeworbenen Arten. Wer war 2020 neu dabei?   Mehr

Deutschland | Zitrusfrüchte | Aktionspreise

Blutorangen werden stärker beworben als im Vorjahr

19.02.2021 (AMI) – Wer Blutorangen zu Aktionspreisen kaufen möchte, der sollte sich ranhalten. Denn die Zeit, in der Blutorangen von Lebensmitteleinzelhandel beworben werden ist knapp bemessen. Einzelne Aktionen gibt es zwar auch den März hindurch, der Höhepunkt der Werbeaktivitäten ist aber meist Mitte des Monats überschritten. In diesem Jahr wurden Blutorangen bislang deutlich stärker beworben als im Vorjahr. Aber wie sieht es mit den Aktionspreisen aus?   Mehr