Deutschland | Kernobst | Haushaltsnachfrage

Weniger Äpfel in den Hausgärten

23.10.2019 (AMI) – Nicht nur die Obstbauern, sondern auch die Hausgartenbesitzer ernten aktuell ihre Äpfel. Während die Anbauprofis für den Verkauf produzieren, dient der Apfel bei den Hobbygärtnern der Eigenversorgung von Familie, Verwandten und Bekannten. Beide Klientel sind ein wichtiger Bestandteil des Marktes, warum?

Während die Apfelproduktion 2019 im Marktobstanbau mittlerweile auf rund 950.000 t Äpfel geschätzt wird und kaum noch vom Durchschnitt der letzten Jahre abweicht, müssen die Hausgartenbesitzer, die traditionell als „starke Apfelesser“ eingestuft werden, mangels Masse schon jetzt Apfeleinkäufe tätigen. Dies bestätigt auch die ermittelte Käuferreichweite bei Äpfeln. In den Herbstwochen kaufen bis zu 19 % der deutschen Haushalte mindestens einen Apfel, im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres war nur eine Bandbreite von 13-16 % zu verzeichnen.

Auch die AMI-Analyse auf Basis des GfK-Haushaltspanels bestätigt diesen Trend und weist für den Monat September ein Absatzplus von 17 % Äpfel auf. Die Nr. 1 mit einem Marktanteil von 20 % stellt die Sorte Elstar, gefolgt von der Sorte Gala mit rund 14 %.

Nach den Erfahrungen aus den Vorjahren hält der Markteinfluss „Eigenversorgung“ im positiven, wie auch negativen Sinne bis Ende November vor. Stellt sich nur die Frage: Spüren auch die Vermarkter von Zitrusfrüchten, Trauben oder Bananen diesen für Europa sehr speziellen Markteinfluss?

Aber nicht nur diese Frage, sondern auch Basisthemen der Obstvermarktung werden von der AMI im Rahmen eines Seminars am Großmarkt Hamburg ausführlich beleuchtet. Das Seminar findet am 7. November 2019 statt und wendet sich vorrangig an neue Mitarbeiter und Quereinsteiger der Obstbranche. Neugierig, dann besuchen Sie die Internetseite unserer AMI-Akademie.


Beitrag von Helwig Schwartau
Marktexperte Gartenbau, Büro Hamburg

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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