Deutschland | Zwiebelgemüse | Marktversorgung

Bundzwiebeln aus Deutschland rücken ins Sortiment

12.03.2020 (AMI) – In der ersten Februarhälfte nahm das Angebot an Bundzwiebeln aus Deutschland deutlich zu. Ab der 11. Woche vollzieht sich auch der Wechsel im Sortiment des Lebensmitteleinzelhandels. Auf den Großmärkten liegen die Preise für Ware aus Deutschland knapp unter denen des Vorjahres. Ein Nachfrageschub wird in den kommenden Tagen erwartet.

Der Wechsel vom Importsortiment auf das deutsche Angebot steht an. Mitte der 10. Woche wurden die ersten deutschen Bundzwiebeln an den Großmärkten angeboten. Bis zur Mitte der 11. Woche ist das Angebot an deutschen Bundzwiebeln größer geworden. An den Großmärkten treffen sie auf Restbestände an Ware aus Ägypten und Italien. Für beide Importherkünfte haben die Preise mit dem Markteinstieg der deutschen Ware nachgegeben. Insbesondere die verbliebenen Mengen an ägyptischen Bundzwiebeln sollen nun recht zügig abverkauft werden. Mitte der 11. Woche werden deutsche Bundzwiebeln an den Großmärkten im Schwerpunkt um 0,62 EUR/Bund verkauft. Der niedrige Vorjahrespreis wird damit leicht unterschritten. Im Vergleich mit dem Durchschnitt der vergangenen 5 Jahre sind Bundzwiebeln an den Großmärkten Mitte der 11. Woche jedoch 5 % günstiger. An den deutschen Erzeugermärkten ist die Vermarktung von Bundzwiebeln auf dem Preisniveau des Vorjahres angelaufen. Im Schwerpunkt wird dort zu Preisen um 42,50 EUR/100 Bund verkauft.

Nicht nur an den Großmärkten, auch im LEH vollzieht sich in der 11. Woche der Wechsel auf deutsche Ware. Von den insgesamt 6 Werbeanstößen entfallen noch 4 auf Importware. Die Aktionspreise für Importware liegen zwischen 0,55 und 0,69 EUR/Bund, während deutsche Bundzwiebeln zu Preisen zwischen 0,66 und 0,79 EUR/Bund beworben werden. Die Nachfrage zeigt noch keine große Dynamik, entspricht aber etwa der des Vorjahres. In der kommenden 12. Woche ist ein Anstieg der Nachfrage zu erwarten. Erst recht, wenn die Temperaturen wie angekündigt steigen, und sich die Sonne wieder öfter zeigt.

Wie entwickelt sich der Markt für Bundzwiebeln weiter? Neben den aktuellen Preismeldungen der Großmärkte können Sie in unserem Onlinedienst Markt aktuell Gemüse regelmäßig einen Blick auf die Verbraucherpreise von Bundzwiebeln und anderen Frühlingsgemüsen werfen. Nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten im Shop und sichern Sie sich noch heute Ihren Zugang zum Expertenwissen der AMI.

Beitrag von Michael Koch
Marktexperte Gartenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Gemüse | Angebot

Spannend - Die neue Normalität am Gemüsemarkt

16.06.2021 (AMI) – Knapp ist Gemüse Mitte Juni nicht mehr - nach dem witterungsbedingt verzögerten Start der deutschen Ernte stehen mittlerweile meist bedarfsgerechte Mengen zur Verfügung. Dieses saisonübliche Angebot trifft auf eine Nachfrage, die sich mit dem abrupten Ende der Covid-19 Einschränkungen deutlich wandeln wird. Damit ändern sich auch die Vorzeichen für den Gemüsemarkt.   Mehr

Deutschland | Steinobst | Marktversorgung

Süßkirschen rücken in den Fokus

10.06.2021 (AMI) – Die Nachfrage nach Süßkirschen gewinnt an Fahrt. Grund ist neben der sonnigen Witterung auch die steigende Werbepräsenz. Zudem setzt langsam die Ernte in Deutschland ein.   Mehr

Deutschland | Kohlgemüse | Angebot

Blumenkohlmarkt dreht sich

04.06.2021 (AMI) – Auch in der vergangenen 21. Woche blieb die Nachfrage der Verbraucher nach Blumenkohl angesichts des Fehlens von Werbeaktionen und nach wie vor vergleichsweise hoher Preise sehr verhalten. Die Käuferreichweite lag kaum höher als in der vorhergehenden 20. Woche.   Mehr