Deutschland | Kohlgemüse | Angebot

Hohes Broccoliangebot zum deutschen Saisonende

27.10.2022 (AMI) – Am Markt baut sich aus der deutschen Broccoli-Produktion zum nahenden Saisonende noch einmal Angebotsdruck auf. Nach längerer Knappheitsphase werden die Preise nun auf allen Handelsebenen gesenkt und die Werbeaktivität erhöht, um den Absatz zu beschleunigen.

Die milden Witterungsverhältnisse in Deutschland fördern die Erntereife der bisher im Wachstum späten Anbausätze und lassen das Angebot an Broccoli rasant steigen. Zusätzlich sorgen Regenfällen stellenweise für Qualitätsunsicherheiten bei der geernteten Ware. Nach vorangegangener Angebotsknappheit müssen nun alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um den Absatz anzukurbeln. Zudem steigt der Importdruck aus Spanien. Die Folge ist ein schon begonnener Rückgang der Preise auf der Erzeugerebene. Eine Abpufferung der momentanen Erntewelle über längerfristige Lagerhaltung erscheint angesichts der teilweise unsicheren Qualitäten und des im Hintergrund stehenden Umstiegs auf Importware mit Unsicherheiten behaftet.


Erhöhte Werbeaktivität mit niedrigeren Aktionspreisen

Im Gegensatz zur Angebotsentwicklung hinkt der Absatz bei Broccoli noch hinterher. Das war zumindest bis zur vergangenen 42. Woche der Fall, in der noch kein Aufwärtstrend zu erkennen war. Von der preislichen Seite waren die Bedingungen für eine Nachfragesteigerung noch nicht gegeben. Denn der durchschnittliche Verbraucherpreis lag trotz eines leichten Rückgangs immer noch über 3,00 EUR/kg. In der aktuellen 43. Woche wird die Einkaufssituation aus Verbrauchersicht schon etwas günstiger. Die Werbeaktivitäten des Lebensmitteleinzelhandels sind höher als in der vergangenen Woche mit niedrigeren Aktionspreisen im Bereich von 1,11 bis 1,49 EUR umgerechnet auf das 500-g-Packstück.

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Beitrag von Farina Lurz
Junior Produktmanagerin Agribusiness
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