Deutschland | Fruchtgemüse | Angebot

Spanisches Paprikaangebot deckt steigende Nachfrage der Handelsketten

16.11.2023 (AMI) – Es kann noch auf schmale Paprikamengen im Beneluxraum zurückgegriffen werden. Die Schoten fallen inzwischen aber merklich kleiner aus und auch die Ausfärbung ist nicht immer voll gegeben. Noch greifbare Mengen werden in der aktuellen Woche 46 zu niedrigen Preisen vermarktet.

Die Nachfrage, auch der Handelsketten und Discounter, wird über das spanische Angebot abgedeckt. Die Preise an den spanischen Erzeugermärkten haben nach dem Preishöhepunkt in der vergangenen Woche 45 wieder nachgegeben.

Die Nachfrage scheint nun wieder ausreichend gedeckt zu sein. Die Handelsketten und Discounter werben diese Woche 28-mal mit runden Paprikaschoten, davon 21-mal mit roten Schoten. Die hohen Mengen, die für die Aktionen benötigt wurden, haben das Angebot in der vergangenen Woche verknappt und zum Preispeak geführt. Im vergangenen Jahr wurde in der 46. Kalenderwoche lediglich 10-mal mit roten Paprikaschoten geworben. Die Aktionspreise liegen für rote, vorverpackte Ware zwischen 1,11 und 1,29 EUR/500 g.

Spanischer Paprika auf dem Vormarsch

Über die deutschen Großmärkte wird derzeit sowohl spanischer als auch niederländischer Paprika verkauft. Dabei ist zum jetzigen Zeitpunkt niederländischer Paprika schwächer als spanische Ware bewertet. Die günstigen Offerten lassen sich insbesondere an der Gastronomie, vor allem in der Gemeinschaftsverpflegung, ausreichend platzieren. In der zweiten Monatshälfte wird das Saisonende in Belgien und den Niederlanden zu erwarten sein. Neben den klassischen runden Sorten steigt die Präsenz von Spitzpaprika in den Handelsketten und bei den Discountern. Es wird 7-mal mit roten, marokkanischen Spitzpaprika geworben. Die Aktionspreise liegen um 1,79 EUR/500 g Einheit.

Behalten Sie die neusten Marktentwicklungen bei Paprika mit dem Onlinedienst AMI Markt aktuell Gemüse im Blick. Dort wird neben den Werbeaktionen auch auf aktuelle Anbau-, Nachfrage- und Preisentwicklungen eingegangen. Nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten im Shop und sichern Sie sich Ihren persönlichen Zugang zum Expertenwissen der AMI.

Beitrag von Ursula Schockemöhle
Marktexpertin Gartenbau
Druckversion als PDF öffnen

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Steinobst | Angebot

Im Süden schwächere, im Norden stärkere Süßkirschenernte

24.06.2024 (AMI) – Süßkirschen aus Deutschland waren 2023 in kleineren Mengen (-16 % gegenüber 2022) verfügbar.   Mehr

Deutschland | Kohlgemüse | Angebot

Angebotsknappheit bei Blumenkohl

20.06.2024 (AMI) – Die niedrigen Temperaturen sowie die nasse Witterung im Juni verzögerten das Wachstum der Blumenkohlköpfe erheblich. Das Angebot ist demensprechend knapp und die Preise ziehen erheblich an.   Mehr

Europa | Kernobst | Ernte

Alles deutet auf eine kleinere EU-Apfelernte hin

18.06.2024 (AMI) - Von den Alpen bis zu Nord- und Ostsee und weit Richtung Osteuropa beeinflussen Frost, Hagel, heftige Regenfälle und wenig Sonnenstunden den Obstmarkt. Auch vor Äpfeln und Birnen machen die Witterungsbilden keinen Halt. Bis zur diesjährigen Ernte sind noch einige Monate Zeit, fest steht aber, dass die Menge deutlich geringer ausfallen wird.   Mehr