Deutschland | Beerenobst | Angebot

Nachfrage nach Erdbeeren ist größer als das Angebot

19.04.2018 (AMI) – Mit der nun frühsommerlichen Witterung in ganz Deutschland sind Erdbeeren ein gefragter Artikel im Obstsortiment. Viele Werbeaktionen im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) schüren den Erdbeerhunger der Verbraucher. Doch in den Anbaugebieten des Mittelmeerraums kann derzeit nicht aus dem Vollen geschöpft werden.

In der 16. Woche werben die Ketten des LEH insgesamt 36-mal mit den roten Früchten. Doch gibt es dafür überhaupt genug Ware? Erdbeeren fehlen an allen Ecken und Kanten. Ein Teil der Aktionen wurde bereits gecancelt. In den Hauptanbaugebieten in Spanien regnete es in der vergangenen Woche stark, zudem war es kalt. So konnten nicht die Mengen verladen werden, die geordert wurden. Zwar war damit zu rechnen, dass der Markt knapp versorgt werden würde. Allerdings wurde der Run der Verbraucher auf Erdbeeren unterschätzt. Alternativen stehen kaum zur Verfügung. Aus Italien kommen nur dosierte Mengen an die Märkte, da der größte Teil in Lieferungen fließt. Und auch griechische Erdbeeren sind in Programmen gebunden. Das Angebot im Beneluxraum nimmt zwar allmählich zu, kann aber die Lücke längst nicht kompensieren. Hier ist ebenfalls mit Preisaufschlägen zum Wochenende zu rechnen. Das Angebot aus dem deutschen Anbau begrenzt sich derzeit auf Unterglasware bzw. in den frühen Gebieten aus Ware aus dem Tunnelanbau.

Noch steckt die deutsche Erdbeersaison in den Kinderschuhen. Behalten Sie mit dem täglich erscheinenden Fax-/E-Maildienst Markt Saison Erdbeeren den Überblick über die aktuellen Preis- und Nachfrageentwicklungen bei Erdbeeren. Sie sind noch kein Kunde? Nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten in unserem Shop.

Beitrag von Gabriele Held
Marktexpertin Gartenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Europa | Fruchtgemüse | Marktversorgung

Zufuhren an Salatgurken dezimiert

14.01.2021 (AMI) – Mit dem Wintereinbruch in Spanien haben sich nicht nur die Erntemengen an Salatgurken deutlich reduziert, auch die Transportwege sind nur begrenzt nutzbar. An den deutschen Großmärkten sind die Preise in die Höhe geschnellt.   Mehr

Deutschland | Obst | Marktversorgung

Corona verstärkt Witterungseffekte

07.01.2021 (AMI) – Frostnächte im April und Mai führten im Erntejahr 2020 zu immensen Ausfällen bei Sommerobst. Die Preise zogen deutlich an. Auch in den typischen Zufuhrländern wie Spanien und Italien fiel die Steinobsternte 2020 kleiner aus. Das machte sich preislich deutlich bemerkbar. Verstärkt wurde dieser Effekt dadurch, dass die privaten Verbraucher mehr frisches Obst gekauft haben, um damit in Corona-Zeiten etwas für ihre Gesundheit zu tun.   Mehr

Deutschland | Kohlgemüse | Marktversorgung

Weiterhin hoher Absatz von Rosenkohl

07.01.2021 (AMI) – Die Nachfrage nach Rosenkohl bleibt weiter auf hohem Niveau. Die niedrigen Verbraucherpreise und zahlreichen Aktionen förderten den Absatz bereits im gesamten Saisonverlauf, sodass die Feldbestände bereits in großen Teilen abgeerntet sind.   Mehr