Europa | Raps | Kursentwicklung für Soja und Raps

Paris: Raps befeuert vom Rohöl

09.03.2022 (AMI) – Extrem starke Kursbewegungen treibt Raps in Paris auf Rekordhöhen. Der stärkste Impuls kam dabei von den explodierenden Rohölnotierungen, aber auch von festem Soja und zwischenzeitlich festem Palmöl.

Die Rapskurse erreichten mit dem Schlussgong am 08.03.2022 Rekordmarken und am heutigen Tag setzt sich der Aufwärtstrend weiter fort. An der Börse wurde zwischenzeitlich die Marke von 900 EUR/t bereits überschritten, konnte aber nicht gehalten werden. Am 08.03.22 schloss der Fronttermin Mai mit 882,75 EUR/t und damit 57 EUR/t über Vorwochenniveau. Der neuerntige August-Kontrakt erreichte mit 766,25 EUR/t ein Plus von fast 58 EUR/t. Der jüngste Auftrieb wurde befeuert von der Ankündigung der US-Regierung ein Embargo für russisches Öl zu verhängen. Die Sojabohnen in Chicago folgten dem Aufwärtstrend und stützten damit zusätzlich. Ebenfalls für feste Tendenz sorgten zu Beginn der Berichtswoche die rasant gestiegenen Palmölnotierungen, die den Rekordschlusskurs zwar nicht halten konnten, aber die danach einsetzende Schwäche konnte auf die Ölsaaten keine preisdrückende Wirkung erzielen. Dazu sind die bullischen Impulse des andauernden Krieges in der Ukraine zu stark. Vor allem die Aussicht, dass die weltweite Versorgung mit Sonnenblumenöl durch die Kämpfe in der Ukraine, dem weltweit größten Produzenten von Sonnenblumenkernen, stark beeinträchtigt wird, treibt. Darüber hinaus ist die Frühjahrsaussaat stark beeinträchtigt. Außerdem hat die Ukraine Ausfuhrlizenzen/-genehmigungen eingeführt, die jetzt auch Sonnenblumenöl umfassen. Die Nachrichten, dass die Ukraine versucht ihre Exporte fortzusetzen, indem sie die Waren von den stillgelegten Häfen auf die Schiene verlagert, kann ebenfalls wenig preisdrückendes beitragen. Denn selbst, wenn das gelingen sollte, dürfte nur ein Bruchteil der geplanten Ausfuhren ihren Weg Richtung Westeuropa finden.

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Beitrag von Wienke von Schenck
Marktexpertin Pflanzenbau

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