Deutschland | Öko-Landbau | Strukturdaten

Jetzt kommt auch die Bio-Produktion in Schwung

13.03.2017 (AMI) – Erstmals seit Jahren ist die Bio-Fläche in Deutschland 2016 mit einem Plus von 9 % wieder nennenswert gestiegen. So kamen 2.100 neue Betriebe und 97.000 ha neue Bio-Fläche dazu, so dass insgesamt knapp 26.900 ha Fläche biologisch bewirtschaftet werden. Unter den neuen Betrieben sind sehr viele Milchviehbetriebe. Zum einen waren bei Milch die Preisunterschiede besonders groß und zum anderen hat insbesondere der bayerische Staat, Standort vieler Milchbauern, die Umstellungsprämien erhöht. Allein in Bayern sind 1.000 Betriebe mit rund 40.000 ha dazugekommen.

Deutschlandweit dürften ungefähr die Hälfte der neuen Betriebe Milchviehbetriebe sein, aber auch die anderen Produktionszweige sind in ihrer ganzen Vielfalt vertreten. Immer mehr viehhaltende Betriebe stellen um, und für diese neuen Bio-Tiere wird Futter benötigt. So ist nach einer kleinen Ernte 2016 insbesondere die Futterversorgung knapp geworden, es werden in der Saison 2016/17 deutlich mehr Getreideimporte benötigt als in den Jahren zuvor – und das obwohl durchaus mehr Umstellungsware auf den Markt gelangt.

Auch die Obst- und Gemüseproduktion wächst – aber kann sie mit der steigenden Nachfrage mithalten? Oder wird diese eher aus dem Ausland bedient? Bei Bio-Kartoffeln und -Möhren möchte der Handel möglichst lange deutsche Ware listen. Das ist im Frühjahr 2016 auch gelungen, 2017 reicht die Ware aber nach einer kleinen Ernte 2016 nicht aus. Die Nachfrage nach Bio-Eiern ist trotz umfangreicher Produktionserweiterungen immer noch größer als das Angebot. Immerhin ist inzwischen jedes neunte gekaufte Ei ein Bio-Ei.

Bei den verschiedensten Bio-Produkten ergeben sich Chancen für Landwirte und Verarbeiter. Die AMI Markt Bilanz Öko-Landbau 2017 gibt Antworten darauf, bei welchen Produkten und in welchen Einkaufsstätten sich der Einstieg in den Bio-Landbau oder die Bio-Verarbeitung lohnt. Das Jahrbuch beleuchtet den nationalen und internationalen Öko-Markt. Dazu gehören die Einkäufe der Haushalte in Deutschland von verschiedenen Bio-Produkten sowie monatliche und jährliche Verbraucherpreise, außerdem der deutsche Anbau und die Produktion und die Preise für Obst, Gemüse, Kartoffeln, Getreide, Schlachttiere, Milch und Eier auf verschiedenen Absatzstufen. Daten und Fakten zum europäischen Umsatz, Anbau und zur Produktion runden die Publikation ab. Tabellen mit ausführlichen Zeitreihen bieten zudem umfangreiche Vergleichsmöglichkeiten mit den eigenen Unternehmens- und Branchendaten.

Beitrag von Diana Schaack

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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