Deutschland | Fruchtgemüse | Aktionspreise

Es ist wieder Kürbiszeit

22.09.2021 (AMI) – Die Vielfalt an Farben, Formen und Größen ist überwältigend. Was sich bei einem Blick auf das Kürbisangebot im Einzelhandel erahnen lässt, wird bei einem Besuch auf einem direktvermarktenden Kürbishof noch deutlicher. Im September und Oktober haben die großen Beeren Hochsaison. Entsprechend stark werden sie seit einigen Wochen im Lebensmitteleinzelhandel beworben.

Speisekürbisse haben ihre Erfolgsgeschichte in Deutschland in den vergangenen Jahren weitergeschrieben. Zwischenzeitlich war das Wachstum ins Stocken geraten, aber die Corona-Pandemie hat 2020 zu einem kräftigen Schub bei der privaten Nachfrage geführt. Vorläufige Angaben bis August lassen für dieses Jahr einen weiteren Anstieg der Kürbiskäufe der privaten Haushalte erwarten.

September und Oktober bilden die Hauptsaison für Kürbisse in Deutschland. In diesen Monaten steht nicht nur die Haupternte an, auch die Kürbiskäufe der privaten Haushalte erreichen ihren Höhepunkt. Fast 60 % der gesamten Jahresmenge wurden 2020 von Anfang September bis Ende Oktober gekauft. Zunächst vor allem kleinfrüchtige Speisekürbisse wie Hokkaido oder Butternut, im Übergang auf den November stärker auch großfrüchtige Halloween-Kürbisse. Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) begleitet die Kürbissaison mit zahlreichen Angebotsaktionen. Das zeigt eine Analyse auf Basis von AMI Aktionspreise im LEH. Auch aus den traditionellen Herbst- und Einlagerungsaktionen sind Speisekürbisse inzwischen nicht mehr wegzudenken.

Im September mehr Aktionen als im Vorjahr

Die Zahl der Werbeanstöße war im bisherigen Verlauf des Septembers (KW 35 bis 38) deutlich höher als im Vorjahr. Insbesondere die 35. Woche sticht mit einer hohen Zahl an Werbeanstößen heraus. Damit hat die Hauptwerbezeit eine Woche früher als im Vorjahr begonnen. Im Beobachtungszeitraum wurde insgesamt 103-mal mit Speisekürbissen geworben. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres kamen Speisekürbisse gerade einmal auf 68 Werbeanstöße. Von der Gesamtzahl der Werbeanstöße entfielen fast 37 % auf Bio-Kürbisse. Damit war der Bio-Anteil fast 18 Prozentpunkte höher als im Vorjahr.

Hokkaido-Kürbisse dominieren die Angebotsaktionen

In der aktuellen 38. Woche sind Speisekürbisse insgesamt 30-mal in den Werbezetteln des LEH vertreten. Damit steigt die Werbeintensität im Rahmen der Herbst- und Einlagerungsaktionen wieder, nachdem die Zahl der Werbeanstöße in der Vorwoche zurückgegangen war. Knapp die Hälfte der Werbeanstöße entfällt auf Hokkaido-Kürbisse, die von fast allen großen Discountern. Lediglich Penny ist aktuell nicht in der Werbung. Dort wurde aber bereits in der Woche zuvor vorgelegt. Die andere Hälfte der Werbeanstöße verteilt sich überwiegend auf Butternut- und Spaghetti-Kürbisse.

Halloween-Kürbisse nur mit kurzem Aktionszeitraum

Während aktuell noch kleinfrüchtige Speisekürbisse die Angebotsaktionen dominieren, werden ab Mitte Oktober großfrüchtige Halloween-Kürbisse größere Anteile einnehmen. Im vergangenen Jahr wurden sie ab der 41. Woche stark beworben. Der Werbe- und Vermarktungszeitraum ist mit zwei bis drei Wochen kurz, denn wenn Halloween erst einmal vorbei ist, gibt es für die großfrüchtigen Kürbisse kaum noch Absatzpotenzial. Im vergangenen Jahr wurden Halloween-Kürbisse zu Preisen zwischen 2,93 und 5,99 EUR/St. beworben. Wie werden sich die Aktionspreise in diesem Jahr entwickeln?

Mit AMI Aktionspreise im LEH haben Sie die Möglichkeit, die Werbeaktivitäten des LEH weiter im Blick zu behalten. Nicht nur für Speisekürbisse, sondern für das gesamte Obst- und Gemüsesortiment. Bereits dienstags ab 13 Uhr stehen die Angaben zu den Angebotsaktionen von rund 50 Ketten und deren Regionalgesellschaften zur Verfügung. Über den Aktionspreis hinaus umfassen die Daten Angaben zu Herkünften, Verpackungen und Produktspezifikationen. Einen früheren Indikator für mögliche Entwicklungen auf der Verbraucherebene gibt es nicht. sichern Sie sich Ihren Zugang zu AMI Aktionspreise im LEH. Egal, ob eine Übersicht über die gesamten Angebotsaktionen einer Woche, oder eine Analyse für ein einzelnes Produkt oder eine Produktgruppe, die AMI Marktexperten erstellen Ihnen gerne ein individuelles Angebot.

Beitrag von Michael Koch
Marktexperte Gartenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Fruchtgemüse | Haushaltsnachfrage

Fruchtgemüse: An der Spitze, aber nicht mehr steigend

19.08.2021 (AMI) – Gut 40 % der Verbraucherausgaben für Frischgemüse entfallen in Deutschland auf Fruchtgemüse. Bezogen auf die ganze Obst- und Gemüseabteilung (inkl. Kartoffeln) sind es immerhin noch 19 %. Kein anderes Segment hat eine ähnlich hohe Bedeutung für den Einzelhandel. Das stark boomende Beerenobst folgt in weitem Abstand auf Platz 2 mit knapp 10 % der Verbraucherausgaben. Im Gegensatz zum Beerenobst konnte Fruchtgemüse in den vergangenen Jahren seinen Marktanteil aber nicht mehr ausbauen.   Mehr

Deutschland | Milch & Milchprodukte | Haushaltsnachfrage

Fertigdesserts und Milchgetränke gefragt

21.07.2021 (AMI) – Im ersten Halbjahr 2021 kam es zu Verschiebungen bei den Einkaufsmengen der privaten Haushalte. Vor allem Milchprodukte aus dem Convenience-Bereich waren gefragt. Produkte der weißen Linie und Butter zeigten hingegen deutliche Rückgänge. Bei nahezu allen Produkten sind die Preise auf der Verbraucherebene gestiegen.   Mehr

Deutschland | Frische Lebensmittel | Verbraucherpreise

Lebensmittelpreise im Mai knapp über Vorjahr

02.06.2021 (AMI) – Für frische Lebensmittel zahlten die Verbraucher im vergangenen Monat etwas mehr als vor einem Jahr. Doch nicht alle Frische-Warengruppen verteuerten sich im Mai. Bei einzelnen fiel das Preisniveau niedriger aus als vor einem Jahr.   Mehr

Deutschland | Milch & Milchprodukte | Haushaltsnachfrage

Uneinheitliche Entwicklungen bei den Einkaufsmengen

19.05.2021 (AMI) – Im ersten Quartal 2021 haben die Verbraucher in Deutschland vor allem mehr Käse, Butter und Trinkmilch nachgefragt. Bei den Milchfrischprodukten hingegen überwogen rückläufige Tendenzen. Die Preise sind dabei zumeist gestiegen.   Mehr

Deutschland | Eier | Verbraucherpreise

Eier sind im April teurer geworden

14.05.2021 (AMI) – Ganz anders als in den Jahr zuvor erfolgte im April eine Preisänderungen auf Verbraucherebene für Eier. Diese war jedoch unabhängig von den neuen Kontrakten.   Mehr

Europa | Gemüse | Haushaltsnachfrage

Das rote Gold in Zeiten von Corona

29.04.2021 Tomaten sind in fast allen Ländern Europas die Nummer Eins bei Einkaufsmenge und Verbraucherausgaben für frisches Gemüse. Überdurchschnittlich hohe Anteile gibt es in Polen und Spanien. Dort entfallen jeweils 23 % der Einkaufsmenge von Frischgemüse auf Tomaten. Frankreich, Italien, Deutschland, Österreich und Belgien bilden ein Mittelfeld mit 14% bis 16 %. Das Vereinigte Königreich (11 %) und die Niederlande (10 %) bilden die Schlusslichter.   Mehr

Deutschland | Milch & Milchprodukte | Haushaltsnachfrage

Konsum von Milchprodukten beflügelt

28.04.2021 (AMI) – In Deutschland wurden 2020 wieder mehr Milcherzeugnisse verzehrt. Bei Butter und Konsummilch zeigten sich nach längerfristigen Rückgängen erstmals wieder Zunahmen. Ursächlich hierfür war größtenteils der Corona-bedingt verstärkte Inhouse-Konsum.   Mehr

Deutschland | Frische Lebensmittel | Haushaltsnachfrage

Direktvermarktung entwickelt sich 2020 positiv

23.04.2021 (AMI) – Die Verbraucher haben im vergangenen Jahr wieder vermehrt frische Lebensmittel direkt beim Erzeuger vor Ort eingekauft. Zuvor hatte sich die Direktvermarktung von Nahrungsmitteln dagegen rückläufig entwickelt.   Mehr

Deutschland | Frische Lebensmittel | Haushaltsnachfrage

Der Lebensmitteleinkauf in der Pandemie

16.04.2021 (AMI) – Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen veränderten 2020 das Konsumverhalten der Verbraucher kräftig. Statt Kantine oder Restaurant hieß es besonders während der Lockdowns für viele Haushalte „Ran an den Herd!“.   Mehr

Deutschland | Speisekartoffeln | Haushaltsnachfrage

Verbraucher kaufen viele Kartoffeln

12.03.2021 (AMI) – Mit 13,4 % legten die Kartoffeleinläufe im Jahr 2020 kräftig zu. Davon profitierten Vollsortimenter überdurchschnittlich.   Mehr