Die Warenstromanalyse für frisches Obst & Gemüse in Deutschland liefert Ihnen einen kompakten Überblick zur Produktion, dem Außenhandel, zur Verarbeitung und zur Nachfrage. Hier wird der Weg vom frischem Obst & Gemüse vom Feld über verschiedenen Handelsstufen nach Menge und Wert bis zum Verbraucher verfolgt. Mehr
Negative Teuerungsrate schwächt sich bei frischen Lebensmitteln weiter ab
Dem AMI-Frischeindex zufolge sparen die Verbraucher bei ihrem Einkauf von frischen Lebensmitteln in den ersten dreieinhalb Oktoberwochen 1,3 % gegenüber dem Vorjahr. Weiterhin sind vor allem die günstigeren Molkereiprodukte hierfür verantwortlich. Währenddessen verzeichnen Kartoffeln, Eier und Gemüse hohe Preisaufschläge.
Rindfleisch ist erstmals wieder günstiger
Das erste Mal seit März 2024 fällt die Teuerungsrate für frisches Rindfleisch in den negativen Bereich. In den ersten dreieinhalb Oktoberwochen zahlen die Verbraucher dem AMI-Frischeindex zufolge 1,1 % weniger für Artikel dieser Warengruppe. In den vergangenen zwei Jahren hatte teureres Rindfleisch maßgeblich zur Inflation im Frischebereich beigetragen. In der längerfristigen Entwicklung wirkten sich die stark gesunkenen Rinderbestände in Deutschland und die dadurch verringerten Schlachtzahlen auf die Marktsituation aus. Das nun niedrigere Verbraucherpreisniveau ist allerdings nicht auf eine aktuelle Preisrunde zurückzuführen, sondern auf eine Anpassung im Vorjahr. Im Oktober 2025 hatten sich verschiedene Hackfleischartikel im Basissortiment des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) verteuert. Aufgrund der damaligen Preisbewegung sowie in Folge der Preisreduzierungen in den vergangenen Monaten ist nun die Teuerungsrate in den negativen Bereich gefallen.
Preisnachlass bei Fleischwaren und Wurst
Aktuelle Preisanpassungen gibt es jedoch in der Warengruppe Fleischwaren/Wurst. Bei verschiedenen Artikeln wie Salami, Wiener Würstchen, Leberwurst oder Mettwurst hat der LEH in seinem Basissortiment den Rotstift angesetzt. So kostet die 200 g Packung Salami im führenden Discounter nun 7,95 EUR/kg statt 8,45 EUR/kg. In den ersten dreieinhalb Oktoberwochen liegen die Verbraucherpreise für Artikel dieser Warengruppe 3,2 % unter dem Vorjahresniveau. Mit Schweinefleisch als Hauptbestandteil reagiert diese Warengruppen auf die Entwicklungen am Schweinemarkt. Dieser steht kräftig unter Druck, da das Angebot die Nachfrage bei weitem übersteigt. Insbesondere in der EU ist der Markt deutlich überversorgt. Denn unter anderem ist der Export in einigen Ländern aufgrund der dort herrschenden Afrikanischen Schweinepest erschwert. Bereits das ganze Jahr über liegen die Erzeugerpreise in Deutschland unter dem Vorjahresniveau.
Kartoffeln mit der höchsten Teuerungsrate
Im Oktober lösen Kartoffeln die Warengruppe Eier mit der höchsten Teuerungsrate im Frischebereich ab. In den ersten Wochen liegen die Verbraucherpreise 24,9 % über dem Vorjahresniveau. Hintergrund ist vor allem die im Vergleich zum Vorjahr deutlich engere Versorgungslage. Während 2025 ein reichliches Angebot den Markt belastete, ist das Angebot derzeit spürbar knapper.
Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wenn Sie Interesse an der Preisentwicklung im Frischebereich haben. Wir stellen Ihnen die Daten individuell und passend für Ihren Bedarf zusammen.
© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH
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Judith Dittrich
Marktanalystin Verbraucherforschung
Tel. (0228) 33805-304
Fachautorin für Themen der Verbraucherforschung, Datenauswertung und Erstellung von Analysen
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