Deutschland | Raps | Handel

Vorweihnachtliche Ruhe am Rapsmarkt

12.12.2018 (AMI) – Ölmühlen in Deutschland sind auf den vorderen Positionen gut gedeckt und kaufen kaum noch etwas. Erzeuger sind auf dem aktuellen Preisniveau zugleich wenig abgabebereit. Die anstehenden Feiertage lähmen den Handel noch zusätzlich.

Am deutschen Rapskassamarkt passiert derzeit nicht mehr viel. Für Preisbewegung sorgen allenfalls die Vorgaben von der Börse in Paris, wo die Rapsterminkurse den US-Sojanotierungen mal nach oben, mal nach unten folgen. Hiesige Ölmühlen halten ihre Prämien weiterhin unverändert, da sie zumeist gut gedeckt sind und auf den vorderen Positionen kaum noch ergänzende Mengen zukaufen müssen. Das Geschäft konzentriert sich auf Termine im neuen Jahr. Doch auch für das erste Quartal 2019 ist die Abdeckung bereits gut und die meisten werden wohl erst nach den bevorstehenden Weihnachtsfeiertagen wieder als Käufer aktiv werden.

Die geringe Nachfrage trifft allerdings ohnehin auf ein äußerst zurückhaltendes Angebot aus der Landwirtschaft. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass viele Erzeuger Restmengen aus der Rapsernte 2018 unter Verschluss halten werden, solange, bis die Preise spürbar anziehen. Das wird aber womöglich erst im Übergang auf die Ernte 2019 stattfinden, wenn kurzfristige Versorgungslücken manche Ölmühle händeringend Ware suchen lassen könnten. Aber dazu muss es auch erst einmal kommen.

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Beitrag von Steffen Kemper

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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