Europa | Futtergetreide | Marktversorgung

Spanien: Gerste und Weizen wenig gefragt

04.02.2019 (AMI) – Während Mais anhaltend lebhaft umgesetzt wird und sogar festere Preise verzeichnet, geben Weizen und Gerste nach, weil damit so gut wie kein Geschäft abgeschlossen wird.

Der spanische Getreidemarkt ist nach wie vor von einem eingeschränkten operativen Geschäft geprägt, das Ergebnis der bereits umfangreich geschlossenen Kontrakte und des aktuell begrenzten Angebotes. Aufgrund der steigenden Weizenpreise am Weltmarkt und der statischen am Inlandsmarkt vergrößert sich der Preisabstand, was die Nachfrage nach Importen bremst. Ohnehin verzeichnet Weizen wenig Kaufinteresse und verschwindet zunehmend aus den Futtermischungen – Mais ist gefragt. Der wird immer noch am meisten nachgefragt, allerdings auch am umfangreichsten offeriert, vor allem an den Hafenstandorten. Gerste tendiert schwächer, denn der preisstützende Export hat sich in diesem Jahr noch nicht wieder eingestellt. Es kursieren Gerüchte um anstehende Verladungen im Februar, aber Marktwirkung blieb davon bislang aus. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Markt sich zusehends auf inländischen Weizen und Gerste fokussiert, wobei es mehr Angebote als Nachfrage gibt, was zu Preisdruck führt. So kostet Inlandsweizen jetzt nur noch 208 EUR/t, wobei die Spannenobergrenze von 210 EUR/t am Markt nicht mehr aufgerufen wurde. Beim Importweizen hat sich nichts geändert, die Geldkurse liegen ebenfalls bei 208 EUR/t, aber die Anbieter bleiben unbeirrbar bei 212 EUR/t und somit ohne Zuschlag.

Die Märkte immer im Blick – mit AMI Markt aktuell Getreide

Sie möchten die nationalen und internationalen Getreidemärkte dauerhaft im Blick behalten? Dann ist der AMI Onlinedienst Markt aktuell Getreide genau das Richtige für Sie. Dort finden Sie detaillierte Preistabellen und werden wöchentlich über die wichtigsten Entwicklungen an den Märkten für Getreide, Ölsaaten, Futtermittel und Braugerste informiert. Profitieren auch Sie vom Expertenwissen der AMI uns bestellen Sie Ihr Abonnement noch heute.

Beitrag von Wienke von Schenck

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Europa | Getreide | Ernte

Vereinigtes Königreich: Erträge überzeugen

19.09.2019 (AMI) – Jüngsten Ernteberichten zufolge übertreffen die Weizen- und Gerstenerträge das Mittel der Vorjahre. Die Erzeugerpreise sind deshalb aber nicht weiter gesunken, eine Bodenbildung deutet sich an.  Mehr

Deutschland | Raps | Angebot

Rapspreise weiter befestigt

18.09.2019 (AMI) – Gestiegene Raps- und Rohölnotierungen liefern dem Kassamarkt Unterstützung und heben vereinzelt die Abgabebereitschaft der Erzeuger.  Mehr

Deutschland | Getreide | Ernte

Hitze und Trockenheit 2019, aber nicht so schlimm wie im Vorjahr

13.09.2019 2018 hatten Hitze und Trockenheit in Deutschland teils große Schäden angerichtet und die Erträge einbrechen lassen. 2019 ist die Lage besser.  Mehr