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USA: Ausblick 2019/20 mit höheren Preisen

28.02.2019 (AMI) – Das US-Landwirtschaftsministerium rechnet in den USA mit einem Rückgang der Weizen- und Sojaanbauflächen und einem Anstieg des Maisareals zur Ernte 2019.

Die Analysten des USDA prognostizieren für 2019/20 trotz größerer US-Ernten eine knappere Weizenversorgung. Das liegt an den geringeren Anfangsbeständen, die das Plus der Ernte von knapp 0,5 Mio. t mehr als kompensieren sollen. Erwartet werden von 19 Mio. ha rund 51,8 Mio. t aufgrund der positiven Ertragsschätzung, die 14 % über dem Vorjahresergebnis liegt. Gestartet wird allerdings nur mit 27,5 Mio. t, rund 5,5 Mio. t weniger als 2018/19. Auf der Verbrauchsseite wird mit leichtem Zuwachs bei der Inlandsnachfrage gerechnet, aber aufgrund des geringeren Angebots mit weniger Exportpotenzial. Das könnte 2019/20 um 2,5 % sinken, weil auch die Preise steigen. Das USDA erwartet einen Preisanstieg auf Erzeugerstufe um 1 %.

Die erste Einschätzung der US-Versorgungsbilanz 2019/20 sieht eine größere Maisernte, steigenden Inlandsverbrauch und wachsende Exporte, die zulasten der Vorräte gehen. Das soll sich auch im Preis widerspiegeln. Die Maisanbaufläche soll nach Meinung der Analysten um 1,2 auf 37,3 Mio. ha zunehmen. Bei durchschnittlichen Erträgen ergäbe das eine Erntemenge von 378 Mio. t und damit 12 Mio. t mehr als 2018. Dieses Plus gleicht die geringeren Anfangsbestände aus, so dass 1,5 Mio. t mehr zur Verfügung stehen.

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Beitrag von Wienke von Schenck
Marktexpertin Pflanzenbau

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