Welt | Getreide | Terminkontrakte

Chicago: Weizenkurse weiter rückläufig

22.08.2019 (AMI) – Druck erzeugen vor allem die rekordhohen globalen Vorräte sowie das steigende Angebot und damit wachsende Exportkonkurrenz vom Schwarzmeer.

Die Weizenkurse an der Börse in Chicago haben auf Wochensicht um umgerechnet 3 auf 153 EUR/t nachgegeben und damit den niedrigsten Stand seit Mitte Mai 2019 erreicht. Das US-Landwirtschaftsministerium USDA hat seine Prognose zu den globalen Weizenvorräten zum Wirtschaftsjahresende 2019/20 im August zwar auf 285,4 Mio. t gekürzt, doch wäre dies nach wie vor Rekordniveau. Marktteilnehmer sprechen von einem überversorgen Markt, zumindest auf der Nordhalbkugel, an dem die Preise nachgeben.

Nach Angaben des Händlerverbands UZA liegen die Ernteprognosen für die Ukraine aktuell bei 27,7 Mio. t und damit 2,9 Mio. t über Vorjahr und dürften die Exporte des osteuropäischen Landes auf 21 Mio. t steigen lassen. Damit wäre die Ernte zwar 1,5 Mio. t kleiner als in der jüngsten USDA-Schätzung, die Exporte jedoch 1,5 Mio. t umfangreicher. So oder so, ukrainische Produktion und Exporte werden die Vorjahre übertreffen und Konkurrenz zu US- und EU-Anbietern aufbauen. Wenn Sie auch wissen möchten welche Faktoren die Maiskurse in Chicago bewegen, dann ist der Online-Dienst Markt aktuell Getreide genau das Richtige für Sie. Nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten im Shop und sichern sich Zugang zum Expertenwissen.

Beitrag von Steffen Kemper
Produktmanager Agribusiness

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Raps | Erzeugerpreise für Raps

Preisanstieg gebremst

20.01.2021 (AMI) – Die Rapserzeugerpreise sind zuletzt kaum weiter gestiegen. Mit Blick auf die internationale Marktlage könnte damit ein Plateau erreicht sein.   Mehr

Europa | Malz | Handel

Corona-Maßnahmen lassen Bierverkäufe kräftig sinken

20.01.2021 (AMI) – Wegen der Corona-bedingten Schließung der Gastronomie in Deutschland wurde 2020 deutlich weniger Bier abgesetzt. Neben den inländischen Verkäufen sind auch im Export Rückgänge zu verzeichnen.   Mehr

Welt | Getreide | Preise

FAO-Index legt in 6 Monaten um 20 % zu

20.01.2021 (AMI) – Nach einem sechsmonatigen Anstieg in Folge erreichte der FAO-Getreidepreisindex im Dezember 115,7 Punkte und lag damit 1,3 Punkte (1,1 %) höher als im Vormonat.   Mehr