Welt | Soja | Terminkontrakte

Coronavirus hält die Märkte in Atem

26.02.2020 (AMI) – Die internationalen Sojabohnenkurse stehen derzeit vor allem unter dem Einfluss des Coronavirus. Eine Pandemie ist nicht auszuschließen und die Sorge um die Entwicklung der Weltwirtschaft entsprechend groß.

Vor allem das Coronavirus, das sich aktuell über die Landesgrenzen Chinas hinaus ausbreitet, erzeugt Druck auf die internationalen Terminkurse für Sojabohnen. Die Gefahr einer Pandemie geht mit Sorgen um die globale Wirtschaftsentwicklung einher. US-Exporteure befürchten, dass sich die globale Nachfrage nach Agrarrohstoffen, einschließlich Sojabohnen, entsprechend abschwächen könnte. Kursdruck erzeugen auch die nach der Unterzeichnung des sogenannten Phase-1-Handelsdeals zwischen den USA und China weiterhin ausbleibenden Kaufanfragen von dort. Dazu trägt wahrscheinlich die Aussicht auf eine Rekordsojabohnenernte in Brasilien, aber eben auch die Corona-Epidemie in China bei.

Angebotsseitig wirken die hohen Ernteerwartungen in Brasilien bärisch, werden aber durch jüngste US-Vorratsprognosen ein Stück weit relativiert. Sie möchten wissen, welche weiteren Faktoren zuletzt auf die Entwicklung der Sojabohnenkurse in Chicago gewirkt haben und wie die Lage am deutschen Ölsaatenmarkt ist? Dann können Sie die ausführliche Analyse im Markt aktuell Ölsaaten und Bioenergie nachlesen. Sie sind noch kein Kunde? Bestellen Sie jetzt Ihr Abonnement.

Beitrag von Steffen Kemper

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