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Chicago: Schrumpfende Schwarzmeer-Exporte absehbar

23.04.2020 (AMI) – Der US-Weizenmarkt wird von der Aussicht auf sinkende Exporte aus Russland und der Ukraine gestützt. Mais bleibt unter Druck des geringen Kaufinteresses der US-Ethanolhersteller.

Die US-Weizenkurse sind im Wochenvergleich um umgerechnet 2 auf 184 EUR/t gestiegen und damit etwas weniger als die Notierungen in Paris, die um das doppelte zugelegt haben. Grund für den Kursauftrieb waren sowohl in Chicago als auch in Paris eine Meldung aus Russland, in der das Land bekannt gab, seine Exporte, sobald das Exportkontingent erreicht ist, bis zum 01.07.2020 auszusetzen. Das wird voraussichtlich ab Mitte Mai der Fall sein. Auch in der Ukraine könnten die Weizenexporte gestoppt werden, sobald eine vereinbarte Grenze überschritten wird. Dafür hat Rumänien seinen am 10.04.2020 beschlossenen Exportstopp von Mais und Weizen bereits am 16.04.2020 wieder aufgehoben, da die Vorräte für den Inlandsverbrauch anscheinend doch groß genug sind.

Zusätzlichen Auftrieb gab die nach unten korrigierte US-Feldbestandsbewertung des USDA. Es befinden sich 57 % der Feldbestände in gutem bis ausgezeichnetem Zustand und damit 5 Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche. Zuletzt knickten die US-Weizenkurse aufgrund von technischen Verkäufen leicht nach unten ab.

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Beitrag von Inger Mertens
Junior-Produktmanagerin Agribusiness

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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