Welt | Ölsaaten | Marktversorgung

Rapsöl bleibt wichtigster Rohstoff der EU-Biodieselproduktion

22.07.2020 (AMI) – Die EU ist größter Produzent und Verbraucher von Rapsöl. Ein Großteil des Rohstoffes fließt in die Biodieselproduktion.

Im Wirtschaftsjahr 2020/21 dürften global insgesamt 27,3 Mio. t Rapsöl produziert werden. Größter Hersteller wird voraussichtlich mit 9,4 Mio. t die EU bleiben und damit etwas mehr als ein Drittel der globalen Produktion stellen. Relativ dicht dahinter folgt China mit einer Produktionsmenge von 6 Mio. t, danach kommt Kanada mit 4,2 Mio. t. Auf Platz vier und fünf der größten Erzeuger weltweit liegen Indien (2,6 Mio. t) und Japan (1,0 Mio. t).

Weltweit werden rund 27,7 Mio. t Rapsöl verbraucht. Den größten Bedarf hat mit 9,5 Mio. t die EU, gefolgt von China mit 7,7 Mio. t. Dahinter kommen Indien, Japan und Kanada. Damit verbraucht die EU in einem Wirtschaftsjahr etwa 0,1 Mio. t mehr Rapsöl als sie erzeugt und China sogar 1,7 Mio. t. Kanada als drittgrößter Produzent verbraucht hingegen mit 1 Mio. t deutlich weniger als es produziert. Der Überschuss fließt in den Export, weshalb Kanada mit einer Ausfuhrmenge von 3,4 Mio. t an der Spitze der weltweit größten Exporteure steht. Die EU führt rund 0,2 Mio. t aus. China, dessen Verbrauch die Produktion deutlich übersteigt, liegt hingegen auf Platz eins der größten Importeure. Das Land dürfte 2020/21 etwa 1,7 Mio. t einführen. Die EU wird voraussichtlich etwa 0,2 Mio. t Rapsöl am Weltmarkt kaufen.

Sie möchten wissen wofür die EU das Rapsöl verwendet? Dann lesen Sie die ausführliche Analyse im Markt aktuell Ölsaaten und Bioenergie. Sie sind noch kein Kunde und möchten den Online-Dienst Markt aktuell Ölsaaten und Bioenergie kennenlernen? Bestellen Sie jetzt Ihr Abonnement.

Beitrag von Inger Mertens

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Welt | Frühkartoffeln | Marktversorgung

Weniger Frühkartoffeln aus Israel

21.01.2026 (AMI) – Vor dem Hintergrund einer riesigen Speisekartoffelernte in Westeuropa wurden in Israel weniger Frühkartoffeln angebaut. Die Lieferanten wollen aber Ende März zu Ostern früher am Markt sein.   Mehr

Welt | Getreide | Kursentwicklung für Weizen

Scharfer Wettbewerb am Exportmarkt drückt Kurse

15.01.2026 (AMI) – Die Weizenkurse geben auf Wochensicht nach. Vor allem die große Konkurrenz aus Australien und Argentinien zieht die Notierungen nach unten.   Mehr

Welt | Ölsaaten | Kursentwicklung für Soja und Raps

Rekordsojabohnenernte in Brasilien belastet US-Sojakurs

14.01.2026 (AMI) – Sojabohnen gerieten in Chicago angesichts einer erwarteten Rekordernte in Brasilien und schwächerer US-Exportperspektiven unter Druck. Dagegen legte Raps in Paris zu, gestützt durch deutlich festere Canolanotierungen in Kanada und Spekulationen über eine mögliche Entspannung im Zollkonflikt mit China.   Mehr