Welt | Getreide | Terminkontrakte

Anleger wechseln nach USDA-Report von Mais zu Weizen

14.09.2017 (AMI) – Der Augustbericht des USDA sorgte durch die Prognoseanhebung für die US-Maiserzeugung für eine Überraschung. Börsenakteure passten daraufhin ihr Spekulationsstrategie an und wechselten ihre Kaufkontrakte von Mais zu Weizen.

Die Weizenkurse in Chicago tendierten zum Ende der vergangenen Woche schwächer. Vor der Veröffentlichung des aktuellen USDA-Berichts am 12.09.2017 haben viele Börsenakteure ihre Spekulationspositionen bereinigt. Während Glattstellungen von Verkaufskontrakten leicht stützende Wirkung entfalten konnten, überwogen die technischen Verkäufe. Die fundamentalen Marktdaten weisen immer noch auf umfangreiche globale Bestände hin, so dass kaum jemand auf festere Kurse setzte. Nach dem Bekanntwerden der Schätzungen des US-Agrarministeriums zogen die US-Weizenkurse dann doch an. Dies lag aber nicht daran, dass die Septemberschätzung mit bullischen Impulsen für den globalen Weichweizenmarkt aufwartete, sondern resultierte vielmehr aus der Tatsache, dass Marktakteure die bärische Tendenz des USDA-Berichts für US-Mais zum Anlass nahmen, ihre Positionen auf Weizenkontrakte zu wechseln. Auch am Folgetag konnten die US-Weizenkurse ihre Gewinne weiter ausbauen. Zusätzliche technische Käufe stützten und Spekulationen auf höher als erwartete wöchentliche US-Exporte von bis zu 0,6 Mio. t gaben Auftrieb. Unterstützt wurde die Tendenz durch einen erneut schwächer gestimmten US-Dollarkurs, der die Konkurrenzfähigkeit von US-Weizen auf dem Weltmarkt verbessert. Im Vorwochenvergleich haben die Notierungen damit rund 1,8 % fester geschlossen.

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Beitrag von Sebastian Kaltenecker

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