Deutschland | Schrote | Nachfrage

Keine Kaufimpulse aus der Mischfutterindustrie

26.10.2017 (AMI) – An den Ölschrotmärkten konnte das Preishoch aus der Vorwoche nicht gehalten werden. Viele Käufer hat das höhere Preisniveau zurückschrecken lassen. Mischfutter-hersteller ordern kaum Ware auf den vorderen Positionen, weder Soja- noch Rapsschrot. Die Preise geben nach.

Die Sojaschrotpreise haben gegenüber der Vorwoche kräftig nachgegeben. Im Bundesdurschnitt lagen die Forderungen für die Ware mit einem Rohproteingehalt von 44 % am 25.10.2017 bei 283 EUR/t. Das sind 14 EUR/t weniger als noch in der Vorwoche. Noch etwas stärker ist der Preisrückgang bei der 48er Ware. Der Durchschnittspreis liegt bei 305 EUR/t. Das sind 15 EUR/t weniger als noch vor einer Woche gefordert wurden. Ausschlaggebend sind bärische Signale von den Sojakursen in Chicago. Diese gerieten im Wochenverlauf wiederholt unter Druck: Die Sojaaussaat in Südamerika geht bislang zügig voran, aus der laufenden US-Ernte werden gute Erträge und Qualitäten gemeldet. Der Erntefortschritt liegt zwar unter Vorjahr aber über dem 5-jährigen Mittel. All das sind Faktoren, die das Bild einer reichlichen Sojaversorgung im Wirtschaftsjahr 2017/18 zeichnen. Bis an den hiesigen Sojaschrotmarkt reicht der Preisdruck und lässt die ohnehin zurückhaltende Mischfutterindustrie in Erwartung weitere Vergünstigungen erst recht abwarten.

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Beitrag von Steffen Kemper

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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