Deutschland | Brotgetreide | Nachfrage

Höchstens Futtergetreidebedarf bewegt Brotgetreidegeschäft etwas

16.11.2017 (AMI) – Brotweizen lässt sich allenfalls in den Futtersektor verkaufen. Ansonsten gibt es kaum Nachfrage, weder vom Export noch von den Mühlen. Die Abgabebereitschaft der Erzeuger ist gering und an den Preisen hat sich fast nichts geändert.

Das Geschäft mit Brotgetreide bleibt in Deutschland ziemlich ruhig. Die meisten Verwender sind gut mit Vertragsware eingedeckt und kaufen momentan keine ergänzenden Mengen zu. Vom Export kommen auch weiterhin keine Impulse, im Gegenteil, Währungskursveränderungen verschlechtern die Vorzüglichkeit hiesiger Ware noch. Einzig aus der Futterindustrie kommt Nachfrage, zumal ein Preisunterschied zwischen Brot- und Futterweizen in reichlich Fällen nicht mehr vorhanden ist. Die Futtergetreidepreise zogen vereinzelt etwas an, was auch dem Brotgetreide zu Gute kommen dürfte.

Die Entwicklung bleibt allerdings durch die große EU-Ernte gedeckelt. Je nach Standort kann günstig aus Nachbarländern Futtergetreide bezogen werden. Die Abgabebereitschaft der Erzeuger ist unterschiedlich und zum Teil von der eingelagerten Qualität abhängig. Gute Ware wird zurückgehalten, in der Hoffnung, dass später doch noch einmal etwas mehr zur Deckung der Lagerkosten erzielt werden kann. Hier und da wurde Brotroggen verkauft, der sein nach der Ernte leicht erhöhtes Preisniveau gut behaupten kann.

Konkrete Preise für Brotgetreide können Sie der vollständigen Marktlage entnehmen. Diese sowie viele weitere Informationen von den Getreidemärkten finden sie in der aktuellen Ausgabe der AMI Markt Woche Getreide/Ölsaaten. Sie sind noch kein Kunde? Hier geht’s zum Shop.

Beitrag von Christoph Hambloch

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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