Deutschland | Rohmilch | Erzeugerpreise

Erholung der Milchpreise hat eingesetzt

03.12.2019 (AMI) – Im August haben die Erzeugerpreise für konventionell erzeugte Milch in Deutschland ihre Talsohle erreicht. Seitdem geht es wieder aufwärts. Im Oktober zeigten sich nahezu bundesweit wieder festere Tendenzen. Die Molkereien in Schleswig-Holstein zahlten dabei die kräftigsten Aufschläge. In den kommenden Monaten zeichnet sich eine weitere Erholung ab.

Die Molkereien in Deutschland zahlten im Oktober nach Schätzung der AMI durchschnittlich 32,9 Ct/kg für konventionell erzeugte Milch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß. Das waren gut 0,1 Ct mehr als im Monat zuvor. Nach neun Monaten mit rückläufigen Preisen hat sich das Blatt für die Erzeuger damit gewendet. In nahezu allen Teilen der Republik ist die Auszahlungsleistung gestiegen. Im September war dies noch nicht flächendeckend der Fall gewesen. Seinerzeit hatten sich zunächst vorrangig die Milcherzeuger in Norddeutschland über Aufschläge beim Milchgeld freuen können. Im Osten des Landes hatten hingegen noch rückläufige Tendenzen das Bild bestimmt. Zu Beginn des vierten Quartals setzten aber auch dort etwas festere Tendenzen ein. Bundesweit wurde lediglich in Brandenburg das Ergebnis des Vormonates verfehlt, allerdings nur marginal.

Wie stellte sich die Entwicklung in den einzelnen Regionen im Detail dar? Und wie geht es im vierten Quartal weiter? Eine ausführliche Analyse zu den Preisen für konventionell erzeugte Milch finden Sie in unserem Online-Dienst Markt aktuell Milchwirtschaft.

Sie sind noch kein Kunde und möchten vom Expertenwissen der AMI profitieren? Dann nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten in unserem Shop, und sichern Sie sich noch heute Ihren persönlichen Zugang zum Markt aktuell Milchwirtschaft.

Beitrag von Andreas Gorn

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Europa | Getreide | Verbrauch

Großbritannien: Absehbar wenig Weizen 2020

05.12.2019 (AMI) – Die nassen Bedingungen zur Herbstaussaat werden die Weizenfläche in Großbritannien deutlich schmälern, demgegenüber profitiert die Gerstenversorgung von der Aussicht auf einen noch stärkeren Sommergerstenanbau zur Ernte 2020.  Mehr

Deutschland | Kernobst | Aktionspreise

Wie teuer wird der Nikolausstiefel in diesem Jahr?

05.12.2019 (AMI) – Äpfel, Nüsse, Clementinen und Orangen gehören von alters her in den Nikolausstiefel. Die kleinere Zitrussernte in Spanien, die defizitären Bestandsmengen in den deutschen Apfellagern und die überraschend geringen Erntemengen in Grenoble, der französischen Hochburg für den Walnussanbau, lassen darauf schließen, dass der Stiefelinhalt in diesem Jahr teurer ist als in anderen Jahren. Der AMI Verbraucherpreisspiegel gibt aber eine andere Antwort.  Mehr

Deutschland | Kohlgemüse | Angebot

Im Übergang auf Importware knappes Angebot an Kohlrabi

05.12.2019 (AMI) – In den für den Anbau von Kohlrabi wichtigen Regionen Südeuropas waren die Witterungsbedingungen in den vergangenen Wochen nicht optimal, so dass sich die Bestände langsamer entwickelt haben als geplant. Somit ist die Warenverfügbarkeit in Deutschland aktuell knapp.  Mehr