Deutschland | Beet- & Balkonpflanzen | Markttrends

Zierpflanzenmarkt wächst auf Verbraucherseite – wachsen die Produzenten mit?

03.12.2019 (AMI) – Die Zierpflanzenproduzenten in Deutschland zeigen sich mit dem Beet- & Balkonpflanzengeschäft für 2019 weniger zufrieden als im Vorjahr. Viele Klassiker verlieren beim Verbraucher, die Trends der vergangenen Jahre haben Bestand.

Die Verbraucher sind in Kauflaune. Grüne Zimmerpflanzen, Stauden, Gehölze – viele Segmente des Gartenbaus haben im Jahr 2019 gute Ergebnisse eingefahren. Der hart umkämpfte Beet- &-Balkonpflanzenmarkt zeigte sich zwar auf dem guten Vorjahresniveau, doch es war ein anstrengendes Jahr für viele meldende Gartenbaubetriebe der Anbauerhebung Zierpflanzen im Herbst 2019.

Weniger Beet- und Balkonpflanzen geplant

Der Beet- & Balkonpflanzenmarkt ist im Jahr 2019 nach AMI-Berechnungen auf Verbraucherebene bei dem guten Vorjahresergebnis geblieben. Vielen Produzenten setzte jedoch der Preiskampf zu. Gerade Großbetriebe und Informationspartner aus dem Westen berichten von einem schlechten Geschäftsverlauf bei schwachen Preisen. Dies resultiert in rückläufigen Produktionszahlen für viele Klassiker im Sortiment – mehr noch als im Vorjahr.

Preisgefüge aus den Fugen geraten

Gegenläufig zu den Vorjahren berichtete die überwiegende Zahl der Teilnehmer nicht mehr von stabilen Preisen für die eigene Ware zwischen April und September. Besonders betroffen waren Topfpflanzenproduzenten, welche einen Preissturz auf das Niveau des Jahres 2013 meldeten. Ein regionales Überangebot an Ware und damit einhergehende Niedrigpreise sorgten für Frust. Aber gerade kleine Betriebe und jene mit Endverkauf meldeten deutlich positive Ergebnisse.

Frühjahr stark, restliches Jahr eher mäßig

Auch im Jahr 2019 spielte die Witterung eine relevante Rolle bei der Umsatzentwicklung der Betriebe. Ein sonnenverwöhnter Februar sorgte für einen starken Saisonauftakt, der sich jedoch in den Hauptmonaten April und Mai verlief und sich nicht mehr so recht erholen wollte. Dies zeigt sich auch bei den Top-Kulturen. Die größten positiven Umsatzveränderungen erzielten viele Frühjahreskulturen, demgegenüber wurden Klassiker wie Viola F1 oder Pelargonium einvernehmlich als gleichbleibend bis schwach bewertet.

Behalten Sie den Überblick

Neben den Ergebnissen der Herbsterhebung können Sie im AMI Markt Report Anbauerhebung Herbst 2019 erfahren, wie das Jahr 2019 für den deutschen Zierpflanzensektor verlief. Der Markt Report enthält neben einer Gesamtmarktbetrachtung detaillierte Informationen und Grafiken zu Geschäftsverlauf, Umsatzverteilung und Produktionsentwicklung für das Segment der Beet- & Balkonpflanzen. Pelargonien sowie Viola werden detailliert analysiert, dies gilt auch für den Kräuteranbau, die Schnittblumen (getrennt nach geschütztem und Freilandanbau) sowie Zimmerpflanzen.

Neben einem Überblick über den Gesamtmarkt wird auch das Verhalten der privaten Verbraucher und die Entwicklung der Einkaufsstätten betrachtet.

Haben Sie Interesse an den Produktions- & Wirtschaftstendenzen im Zierpflanzenbau 2019/20? Dann nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten im Shop. Sollten Sie darüber hinaus Informationen benötigen, sprechen Sie uns an. Individuelle Analysen zu Einzelprodukten und über das Einkaufsverhalten der privaten Verbraucher in Deutschland sind ebenso möglich.


Beitrag von Jens Quetsch

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Rohmilch | Erzeugerpreise

Rückgang der Erzeugerpreise im Mai fortgesetzt

09.07.2020 (AMI) – Im Mai hat sich der Rückgang bei den Erzeugerpreisen für konventionelle Kuhmilch, der im April nach einem sehr stabilen ersten Quartal eingesetzt hatte, fortgesetzt. Bis zur Jahresmitte ist mit weiteren Abschlägen zu rechnen.  Mehr

Deutschland | Frische Lebensmittel | Index

Lebensmittelteuerung auf hohem Niveau

09.07.2020 (AMI) – Nach einem immensen Anstieg im April 2020 schwächt die Teuerung frischer Lebensmittel nun langsam wieder ab. Dennoch liegen die Lebensmittelpreise deutlich über dem Vorjahresniveau.  Mehr

Deutschland | Schweine | Tierbestand

Immer weniger Schweine in Deutschland gehalten

09.07.2020 (AMI) – Seit dem Jahr 2017 ist der deutsche Schweinebestand fortlaufend gesunken. Dieser Trend setzt sich auch in diesem Jahr weiter fort, das bestätigen die Daten der jüngsten Viehbestandserhebung von Anfang Mai.  Mehr