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Paris: Weizenkurse geraten unter Druck

13.02.2020 (AMI) – In den vergangenen Wochen hatten EU-Herkünfte bei internationalen Weizenausschreibungen die Nase vorn, doch mit den jüngsten Preisrückgängen in der Schwarzmeerregion, nimmt die Konkurrenzfähigkeit Russlands zu.

Die Weizenkurse in Paris legten im Verlauf der Berichtswoche zunächst zu, gaben die Gewinne dann aber wieder ab. Den gestrigen Handelstag beendeten sie auf einem Schlussstand von 193 EUR/t, womit die Vorwochenline um 1 EUR/t leicht verfehlt wird. Was den Terminmarkt derzeit im Wesentlichen steuert, sind die Entwicklungen im Außenhandel und hier ist das Bild eher uneinheitlich. Auf der einen Seite steigern die deutlichen Eurokursrückgänge der vergangenen Tage die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Weizenexporte gegenüber anderen Herkünften. Frankreich zeigte sich zuletzt sehr konkurrenzstark am internationalen Markt. Denn Algerien, das derzeit als Weizenkäufer besonders aktiv ist, kaufte kürzlich 660.000 t am Weltmarkt ein, die zum Großteil aus Frankreich stammen dürften.

FranceAgriMer untermauerte die positiven Exportaussichten jüngst mit einer Anhebung seiner Prognose zu den französischen Weichweizenexporten in der laufenden Saison um 0,2 auf 12,6 Mio. t, womit das Vorjahr um 30 % übertroffen würde. Auf der anderen Seite hat sich Frankreich um jüngste größere Weizenausschreibung Ägyptens nicht bemüht, wovon sich Marktteilnehmer enttäuscht zeigten.

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Beitrag von Steffen Kemper

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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