Europa | Getreide | Marktversorgung

Frankreich: Gerste und Mais preisidentisch

26.03.2020 (AMI) – Die rege Nachfrage, angetrieben von den Hamsterkäufen der Bevölkerung bei gleichzeitig zunehmendem Interesse vom Weltmarkt, treibt die Preise weit über die Niveaus der vergangenen Wochen.

Der kräftige Kursauftrieb für Weizen in Paris spiegelt sich auch in den französischen Kassapreisen wider. Das rege Kaufinteresse der Inlandsmühlen und der anhaltend lebhafte Export sorgen für stetigen Warenfluss, der nur von den unzureichenden Transportmöglichkeiten gebremst wird.

Von der regen Verbrauchernachfrage nach haltbaren Grundnahrungsmitteln profitiert auch die Produktion von Nudeln, was zu einer erhöhten Hartweizennachfrage führt. Da das Angebot an inländischem Hartweizen bereits sehr ausgedünnt ist, zogen die Kassapreise um 5 auf 270 EUR/t an.

Futtergerste ist wieder gefragt, bei den Mischfutterherstellern und den Exporteuren. Daher verteuerte sie sich in gleichem Maße wie Weizen und erreicht ebenfalls ein 14-Monatshoch. Gegenüber Vorwoche legten die Großhandelspreise um 15 auf 169,50 EUR/t franko Rouen und 166 EUR/t franko Mosel zu. Ganz anders hingen Braugerste. Der aktuelle Einbruch des Bierkonsums spiegelt sich nicht nur in den spot-Preisen wider, selbst die Kontraktpreise ex Ernte können sich nur schwer nach oben entwickeln.

Eine ausführliche Analyse zum französischen Getreidemarkt können Sie im Markt aktuell Getreide nachlesen. Sie sind noch kein Kunde und möchten den Online-Dienst Markt aktuell Getreide kennenlernen? Bestellen Sie jetzt Ihr Abonnement.

Beitrag von Wienke von Schenck

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Europa | Futtergetreide | Großhandelspreise

Spanien: Gerstenpreise brechen ein

09.04.2020 (AMI) – Der mangelnde Bierkonsum führt zu einem Überangebot an Braugerste, die ihren Platz jetzt am Mischfuttermarkt sucht und damit zu Preisdruck führt. Aber auch Weizen und Mais schwächeln mit rückläufigen Terminnotierungen.   Mehr

Deutschland | Stängelgemüse | Preise

Wachstumsschub für Rhabarber

09.04.2020 (AMI) – Die Ernte von Rhabarber im folienverfrühten Freilandanbau ist verstärkt angelaufen. Bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung entwickeln sich die Bestände jetzt schnell, und es ist eher die Frage, ob eine ausreichende Zahl an Arbeitskräften für die Ernte zur Verfügung steht. Das Angebot wird insgesamt aber größer.  Mehr

Europa | Milch & Milchprodukte | Marktprognose

Unsichere Aussichten am EU-Milchmarkt

09.04.2020 (AMI) – Die EU-Milchanlieferung ist 2019 leicht gestiegen. Dem stand eine deutlich belebte Exportnachfrage gegenüber, die beim Magermilchpulver den Abbau der vorhandenen Bestände ermöglicht hat. Auch das neue Jahr startete, trotz Brexit, zunächst unter positiven Vorzeichen. Viele Unsicherheiten, allen voran die Ausbrüche des Coronavirus, trübten das Bild jedoch ab Februar ein.  Mehr