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Marokko steht erneut vor einer Dürreernte

25.06.2020 (AMI) – Das aktuelle Getreidejahr ist gekennzeichnet von Trockenheit im Westen und zentralen Maghreb sowie üblichen Vegetationsbedingungen in Libyen und Ägypten.

Schon zum zweiten Mal wird vor allem Marokko von großer Trockenheit getroffen und es wird von noch niedrigeren Getreideerträgen ausgegangen als im Vorjahr. Die Niederschläge im April/Mai kamen definitiv zu spät für die Wintergetreide. Die aktuelle Ertragsschätzung des Prognosedienstes MARS erwartet für Weizen in Marokko 14,7 dt/ha. Damit wurde die Vormonatsprognose um 0,8 dt/ha reduziert. Der Fünfjahresdurchschnitt liegt bei 18,9 dt/ha. Die Regierung zeigt sich in seiner jüngsten Verlautbarung über die Erntefortschritte, bis zum 10.06.2020 war rund ein Drittel der Weizenernte eingebracht, dennoch optimistisch. Außerdem könne Marokko auf hohe Lagerbestände zurückgreifen, die für Hartweizen eine Inlandsversorgung von 4 Monaten garantieren würden. Diese Vorräte wurden im Zuge der Corona-Krise aufgebaut und sollen vorerst auf diesem Niveau gehalten werden.

Ohnehin fällt die Nachfrage der Mühlen und Lebensmittelhersteller nach der Krise im März/April wieder auf ein normales Niveau zurück. Die von der Trockenheit besonders stark beeinträchtigten Viehbetriebe haben die Möglichkeit Gerste aus staatlichen Stellen zu vergünstigten Preisen zu beziehen, zudem werden finanzielle Hilfen zur Verfügung gestellt. Sie möchten wissen wie die Ertragsprognosen es für die anderen Maghreb-Staaten aussehen? Die vollständige Analyse lesen Sie im Markt aktuell Getreide. Sie sind noch kein Kunde? Nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten im Shop.

Beitrag von Wienke von Schenck

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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