Deutschland | Schweine | Erzeugerpreise

Schlachtschweinepreis gibt nach

18.11.2020 (AMI) – Der Schlachtschweinemarkt wird von Woche zu Woche schwieriger, das sehr große Angebot lässt sich nur mit viel Mühe vermarkten. Zugleich nimmt auch der Druck auf die Fleischpreise zu.

Entsprechend haben führende Schlachtunternehmen bereits im Vorfeld der Notierung einen deutlichen Preisabschlag gefordert. Aufgrund der enormen Überhänge musste die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften den Forderungen nachgeben, die Preisempfehlung wurde auf 1,19 EUR/kg gesenkt.

Die Vermarktung von Schweinefleisch wird nach wie vor von der fehlenden Gastronomie ausgebremst. Gerade für edlere Teilstücke finden sich schwierig Abnehmer. Gleichzeitig schwindet die Hoffnung, dass sich der Handel in den kommenden Wochen noch nennenswert belebt. Entsprechend nahm der Druck hier zuletzt wieder zu. Flott gestaltet sich dagegen der Absatz in Richtung Lebensmitteleinzelhandel. Bereits während des ersten Lockdowns im Frühjahr waren hier zweistellige Zuwachsraten im Handel mit Schweinefleisch zu verzeichnen. Dies genügt aber wohl nicht, um die schwächeren Absätze im Außer-Haus-Verzehr und den fehlenden Drittlandexport auszugleichen.

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Beitrag von Dr. Tim Koch
Marktexperte Fleisch- und Geflügelwirtschaft

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