Europa | Rohmilch | Anlieferung

EU-Milchanlieferung im November stärker rückläufig

24.01.2019 (AMI) – Nach teils deutlichem Wachstum im ersten Halbjahr rutschte die Milchanlieferung in der EU ab Herbst zunehmend unter die Vorjahreslinie. Für das Kalenderjahr 2018 zeichnet sich dennoch ein leichter Mengenzuwachs gegenüber dem Vorjahr ab.

Im November 2018 ist die Milchanlieferung in der EU weiter unter die Vorjahreslinie gesunken. Nach leichten Rückgängen von jeweils 0,2 % im September und Oktober vergrößerte sich der Rückstand gegenüber dem Vorjahr nach teils noch vorläufigen Ergebnissen auf 0,7 %. Insgesamt setzte sich damit der gedämpfte Verlauf des Rohstoffaufkommens fort, der bereits im August eingesetzt hatte. Seinerzeit war der Futteraufwuchs durch die Folgen der sommerlichen Hitze und Trockenheit insbesondere in West- und Nordeuropa regional stark eingeschränkt. Zuvor war das erste Halbjahr von steigenden Tendenzen beim Rohstoffaufkommen geprägt.

Der Mengenvorsprung gegenüber 2017, der in der Halbjahresbilanz noch knapp 2 % betragen hatte, verringerte sich bei der Betrachtung des Zeitraumes von Januar bis November um 0,2 Prozentpunkte auf 1,0 %. Absolut betrachtet, stand den Molkereien mit rund 144,4 Mio. t gut 1,4 Mio. t mehr Rohstoff für die Verarbeitung zur Verfügung als in der gleichen Periode des Vorjahres. Sofern sich die rückläufige Entwicklung bis zum Jahresende fortsetzt, wovon auszugehen ist, dürfte die Anlieferungsmenge für 2018 um schätzungsweise 0,8 % umfangreicher ausfallen als im Jahr zuvor. Dies entspricht auch den aktuellen Erwartungen der EU-Kommission.

Wie entwickelte sich die Milchanlieferung im Detail in den einzelnen Mitgliedsstaaten und wie geht es in den kommenden Monaten weiter? Wenn Sie den Markt für Milch und Milchprodukte in Deutschland, der EU und weltweit dauerhaft im Blick behalten möchten, dann ist der Online-Dienst Markt aktuell Milchwirtschaft genau das Richtige für Sie. Sie die Bestellmöglichkeiten im Shop und sichern Sie sich noch heute Ihren Zugang zum Expertenwissen.

Beitrag von Andreas Gorn

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Blumen & Zierpflanzen | Handel

Gesamtmarktentwicklung schlägt nicht bei den Produzenten durch

29.05.2020 (AMI) – Die Corona-Krise hat auch den Blumen- & Zierpflanzenmarkt stark getroffen. Vor allem im März bangten viele Branchenmitglieder um Ihre Existenz. Doch bereits vor Corona näherten sich viele Produzenten dem Jahr 2020 nur vorsichtig optimistisch. Einen Rück- und ein Ausblick finden Sie in dieser Zierpflanzenerhebung.  Mehr

Deutschland | Steinobst | Marktprognose

Große Angebotslücke bei Aprikosen, Pfirsichen und Nektarinen

28.05.2020 (AMI) – Milde Temperaturen während des Winters, Hagelstürme, Frost und heftige Regenfälle machen der Steinobstproduktion im nördlichen Mittelmeerraum in diesem Jahr schwer zu schaffen. Es wird mit der kleinsten Erntemenge seit 2003 gerechnet.  Mehr

Deutschland | Frühkartoffeln | Marktprognose

Frühkartoffeln räumen zügig

26.05.2020 (AMI) – In der letzten vollen Maiwoche verabschieden sich bis auf ein paar Programme Lagerkartoffeln umfangreich aus dem LEH. Nun dominieren Frühkartoffeln das Marktgeschehen – erst noch aus dem Mittelmeerraum und dann ab der dritten Junidekade aus Deutschland.  Mehr