Deutschland | Ölsaaten | Preise

Rapsmarkt nur kurzzeitig belebt

31.01.2019 (AMI) – Am Rapsmarkt währte die Umsatzbelebung nicht lange, die Ölmühlen sind gut gedeckt und Anbieter wieder zurückhaltend. Aber es gibt Potenzial für weitere Preissteigerungen.

Schnell hat sich der Rapsmarkt in Deutschland wieder abgekühlt. Feste Notierungen hatten in der vergangenen Woche Preissteigerungen am Kassamarkt ausgelöst und den einen oder anderen Erzeuger zum Verkauf animiert. Große Mengen wurden zwar nicht gehandelt, aber immerhin überhaupt mal etwas nach der langen Zurückhaltung. Doch nun herrscht wieder Ruhe. Die Ölmühlen sind gut versorgt und Erzeuger halten die Ware nun wieder in der Hoffnung auf deutliche Preisaufschläge im Übergang auf die Rapsernte 2019 zurück. Wegen der knappen EU-Rapsversorgung, begrenzter Importmöglichkeiten und kleinerer Anbauflächen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien könnte das Angebot knapp werden, sodass die Chancen auf Preisbefestigung gar nicht so schlecht stehen. Die Rapsterminkurse in Paris jedenfalls unterbrachen ihren Anstieg zum Auftakt der aktuellen Handelswoche nur kurz, um zuletzt weiter der Marke von 380 EUR/t entgegenzustreben. Das gilt allerdings nur für den bald auslaufenden Februarkontrakt, spätere Termine stehen indes unter Druck.

Rapsschrot bleibt wegen knappem Angebot vorerst teuer

Nach lebhaften Umsätzen in der ersten Januarhälfte hat sich die Rapsschrotnachfrage abgekühlt. Zur Monatsmitte liefen die Umsätze schleppend und daran dürfte sich nach Einschätzung von Marktteilnehmer vorerst nichts ändern, denn die meisten Mischfutterhersteller sind für die Monate Januar und Februar vollständig gedeckt und auch für März/April soll die Versorgung bis auf einzelne Lücken schon gut sein. Erst ab Mai klaffen dann wieder größere Lücken. Teilweise sind hier noch bis zu 50 % der benötigten Mengen einzukaufen, schätzen Marktteilnehmer. Aber Eile ist deshalb nicht geboten, zumal die Ware bis dahin ja preisgünstiger werden könnte. Dagegen spricht allerdings das begrenzte Rapsschrotangebot der Ölmühlen. Andererseits könnte die zügige Sojaernte in Brasilien die Sojaschrotpreise sinken lassen und Rapsschrot dann mit nach unten ziehen.

Mit dem AMI Onlinedienst Markt aktuell Ölsaaten und Bioenergie behalten Sie den Rapsmarkt und die Preisentwicklung stets im Blick. Außerdem erhalten Sie Informationen von den internationalen Ölsaatenmärkten, die Kommentierung neuester Ernteschätzungen sowie ausführliche Preistabellen für die verschiedenen Handelsstufen. Sie sind noch kein Kunde? Dann besuchen Sie uns doch gleich im Shop.

Beitrag von Steffen Kemper

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Blumen & Zierpflanzen | Handel

Gesamtmarktentwicklung schlägt nicht bei den Produzenten durch

29.05.2020 (AMI) – Die Corona-Krise hat auch den Blumen- & Zierpflanzenmarkt stark getroffen. Vor allem im März bangten viele Branchenmitglieder um Ihre Existenz. Doch bereits vor Corona näherten sich viele Produzenten dem Jahr 2020 nur vorsichtig optimistisch. Einen Rück- und ein Ausblick finden Sie in dieser Zierpflanzenerhebung.  Mehr

Deutschland | Steinobst | Marktprognose

Große Angebotslücke bei Aprikosen, Pfirsichen und Nektarinen

28.05.2020 (AMI) – Milde Temperaturen während des Winters, Hagelstürme, Frost und heftige Regenfälle machen der Steinobstproduktion im nördlichen Mittelmeerraum in diesem Jahr schwer zu schaffen. Es wird mit der kleinsten Erntemenge seit 2003 gerechnet.  Mehr

Deutschland | Frühkartoffeln | Marktprognose

Frühkartoffeln räumen zügig

26.05.2020 (AMI) – In der letzten vollen Maiwoche verabschieden sich bis auf ein paar Programme Lagerkartoffeln umfangreich aus dem LEH. Nun dominieren Frühkartoffeln das Marktgeschehen – erst noch aus dem Mittelmeerraum und dann ab der dritten Junidekade aus Deutschland.  Mehr