Deutschland | Gemüse | Markttrends

Zeit für die ersten Frühjahrsboten

13.03.2019 (AMI) – Auch wenn es draußen aktuell noch nicht danach aussieht, der Frühling steht vor der Tür. Wenn es einmal Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke schaffen, verraten sie bereits, welche Kraft dahinter steckt. Pünktlich zum kalendarischen Frühlingsanfang in der kommenden Woche verspricht die Wettervorhersage zudem ein Ende der Niederschläge und mehr Sonnenstunden. Spätestens dann steigt bei den Verbrauchern die Lust auf die ersten Frühjahrsboten im Gemüsesortiment.

Bundzwiebeln, Radieschen, Rhabarber und Spargel gehören zu den ersten Gemüsearten, die im Frühjahr aus dem deutschen Freilandanbau verfügbar sind. Der genaue Zeitpunkt, zu dem die ersten Mengen auf den Markt kommen, hängt ganz wesentlich von den jeweiligen Witterungsbedingungen ab. Die sonnige, warme und trockene Witterung im Februar hatte zunächst zu einem Entwicklungsvorsprung geführt. Durch die fehlende Einstrahlung und die niedrigen Temperaturen in der ersten Märzhälfte wurde dieser Vorsprung zum Teil wieder aufgebraucht. Zudem haben die Stürme seit dem vergangenen Wochenende mitunter zu Schäden an den Folienabdeckungen geführt, die nun zunächst wieder behoben werden müssen.

Deutsche Bundzwiebeln sind am Start

Seit der 10. Woche werden in Deutschland Bundzwiebeln aus dem Überwinterungsanbau geerntet und verkauft. Waren die ersten Vermarktungstage noch rein auf das klassische Großmarktgeschäft begrenzt, werden inzwischen auch erste deutsche Bundzwiebeln in den Angebotsaktionen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) platziert. Sie konkurrieren dort mit den verbliebenen Importen aus Italien und Ägypten. Laut AMI Aktionspreise im LEH sind Bundzwiebeln in der 11. Woche insgesamt 9-mal in den Werbezetteln vertreten. In vier Fällen werden ausschließlich deutsche Bundzwiebeln beworben. In den übrigen Werbeanstößen sind meist mehrere Herkünfte angegeben. Die Aktionspreise liegen zwischen 0,49 und 0,69 EUR/Bund bei mehreren Herkunftsangaben und bei 0,79 EUR/Bund, wenn ausschließlich Deutschland als Herkunft angegeben ist. Damit liegen die ersten Aktionspreise für deutsche Bundzwiebeln auf dem Niveau des Vorjahres.

Die ersten Mengen an Rhabarber aus der Treiberei oder dem Gewächshausanbau sind überwiegend über die Großmärkte verkauft worden. Im LEH war Rhabarber noch eher die Ausnahme. Basierend auf den Vorjahren sind erste Angebotsaktionen ab Ende März zu erwarten. Spargel aus beheiztem Anbau trifft aktuell noch nicht auf die erhoffte Nachfrage. Für viele Verbraucher sind die Rahmenbedingungen einfach noch nicht frühlingshaft genug. Mit den ersten Lieferungen an den LEH dürfte Spargel aber schon bald stärker in den Fokus der Verbraucher rücken. Die Angebotsaktionen kommen bislang noch ausschließlich international daher. In der 11. Woche wird Spargel aus Peru, Mexiko, Spanien, Italien und Griechenland beworben.

Wie geht es weiter?

Mit den angekündigten Sonnenstunden und steigenden Temperaturen in der 12. Woche wird der Einzug des Frühlings im Gemüsesortiment Fahrt aufnehmen. Wie entwickeln sich die Preise im Übergang von der Importsaison auf die deutsche Saison, und welche Gemüsearten werden vom LEH besonders stark beworben? Bleiben Sie mit den Dienstleistungen der AMI jederzeit informiert. Unser Onlinedienst Markt aktuell Gemüse informiert Sie über aktuelle Preisentwicklungen auf Erzeuger- und Großhandelsebene. Kurze Kommentare greifen aktuelle Entwicklungen auf. Sichern Sie sich noch heute Ihren persönlichen Zugang. Mit AMI Aktionspreise im LEH nehmen wir Ihnen das lästige und zeitaufwändige Durchsuchen aller Werbezettel ab. Lassen Sie sich die Werbeanstöße für ausgewählte Gemüsearten passgenau aufbereiten. Die AMI Marktexperten unterstützen Sie gerne dabei, die passende Lösung für Sie zu finden.

Beitrag von Michael Koch
Marktexperte Gartenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Bio-Milch | Marktversorgung

Wie geht es weiter bei Bio-Milch? Die Antworten erhalten Sie auf dem AMI Web-Seminar

07.05.2021 (AMI) – Die Bio-Milchanlieferung in Deutschland steigt 2021 nach der großen Umstellungswelle in den vergangenen Jahren das zweite Jahr in Folge nur noch verhalten. Anders sieht es mit der privaten Nachfrage aus, die nicht zuletzt wegen der Corona-Maßnahmen erheblich zugunsten von Bio gestiegen ist. Wohin geht 2021 die Reise bei Bio-Milch?   Mehr

Deutschland | Schweine | Marktversorgung

Die EU erzeugt mehr Schweinefleisch

06.05.2021 (AMI) – Obwohl das Jahr 2020 die gesamte Branche vor große Probleme gestellt hat, nahm die europaweit erzeugte Menge an Schweinefleisch dennoch zu. Einerseits kamen erneut mehr Tiere zur Schlachtung, andererseits lagen die Schlachtgewichte durchschnittlich rund 900 g höher.   Mehr

Deutschland | Öle | Strukturdaten

Der Speiseölmarkt im Fokus

04.05.2021 (AMI) – Der Markt für Speiseöle und -fette in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt. Die AMI-Marktexperten haben die entscheidenden Entwicklungen analysiert und aktuelle Verbrauchertrends herausgearbeitet.   Mehr