Deutschland | Vieh & Fleisch | Aktionspreise

LEH stellt Werbeaktionen um

22.05.2019 (AMI) – Der kalten und regnerischen Witterung zum Trotz hat der Lebensmitteleinzelhandel seine Werbeaktivitäten zuletzt saisonal üblich umgestellt. Gehörten marinierte Schweinesteaks im 1. Quartal noch gar nicht zu den am häufigsten beworbenen Artikeln, hat die Werbeintensität zuletzt spürbar zugenommen. Dabei wird das Vorjahresniveau nur geringfügig unterschritten, trotz ausbleibender Grillaktivitäten wurden Schweinesteaks zuletzt intensiv beworben.

Nennenswert unterschiedliche Entwicklungen bei Schweine- und Rindfleisch konnten dabei nicht festgestellt werden. Im Jahr 2018 nahm die Zahl der Werbeaktionen für Schwein etwas ab, Rindfleisch stieg in der Bedeutung. Zumindest bislang scheint sich dieser Trend 2019 nicht wirklich fortzusetzen. Vielmehr wurden die größten Zuwächse bei naturbelassenen Schweinesteaks gezählt. Der Rückgang an Werbeaktionen bei den Bratenteilen ist dagegen nicht überraschend. Die Nachfrage nach Bratenteilen geht seit Jahren eher zurück. Der Lebensmitteleinzelhandel reagiert auf solche Entwicklungen, indem auch die Werbeaktionen reduziert werden.

Bis Mai 2019 gehörte auch gemischtes Hackfleisch zu den am häufigsten beworbenen Fleischprodukten. Gegenüber dem Vorjahr konnte die Zahl der Werbeanstöße noch einmal gesteigert werden. Hackfleisch ist vergleichsweise kostengünstig sowie einfach und flexibel in der Zubereitung. Zudem wird Hackfleisch, anders als etwa Bratenteile, ganzjährig intensiv beworben. Damit liegt es voll im Trend und dürfte auch in den kommenden Jahren weiter an Beliebtheit zulegen.

Welche Themen und Herausforderungen die Vieh- und Fleischbranche aktuell beschäftigen erfahren Sie am 04. und 05.06.2019 auf dem BranchenDialog Fleisch und Wurst. Unter dem Aspekt „Fleischwirtschaft heute – abseits von Edelteilen wie Schinken, Filets und Steaks“ werden diese und weitere Themen beleuchtet. Treffen Sie die AMI-Marktexperten und melden Sie sich am besten noch heute hier an.
Machen Sie sich bereit für die Herausforderungen von heute und morgen: Mehr Tierwohl, die fortschreitende Digitalisierung und natürlich die Ansprüche der Verbraucher – Diskutieren Sie mit!

Beitrag von Dr. Tim Koch

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Europa | Rohmilch | Anlieferung

EU-Milchanlieferung 2019 leicht gestiegen

20.02.2020 (AMI) – Im Jahr 2019 hat sich das Wachstum des Milchaufkommens in der EU fortgesetzt. Vor allem im Frühjahr und ab August wurden die Vorjahresmengen in der Gesamtbetrachtung deutlicher übertroffen. In den Mitgliedstaaten waren die Entwicklungen dabei jedoch uneinheitlich.  Mehr

Deutschland | Rinder | Erzeugung

Deutlich weniger Kühe geschlachtet

20.02.2020 (AMI) – Über weite Strecken des vergangenen Jahres fiel das Angebot an schlachtreifen Rindern 2019 eher überschaubar aus. Einmal mehr machen sich dabei die rückläufigen Bestände und der anhaltende Strukturwandel in der Viehhaltung bemerkbar. Insbesondere das in den vergangenen Jahren verstärkte Aussortieren von Milchkühen wirkt sich nun auf die Stückzahlen aus.   Mehr

Europa | Öko-Landbau | Marktversorgung

Europäischer Bio-Markt knackt die 40 Mrd. EUR. Marke

19.02.2020 (AMI) - Die Europäer gaben 2018 rund 8 % mehr Geld für Bio-Produkte aus als im Jahr zuvor. Damit wuchs der Markt nach 3 Jahren mit zweistelligen Wachstumsraten wieder etwas verhaltener. Durchschnittlich kauften die Europäer für 51 EUR im Jahr Bio-Produkte ein, in der EU waren es 73 EUR pro Jahr.  Mehr