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Corona-Pandemie sorgt für Rekordergebnisse im Zierpflanzenbau

01.12.2020 (AMI) – Trotz eines erschreckenden Saisonauftaktes im März entwickelte sich das Jahr 2020 zu einem Rekordjahr für den Zierpflanzenbau. Doch trotz höherer Preise und gestiegenen Umsätzen forderte das Pandemie-Jahr seinen Tribut bei den teilnehmenden Produzenten der AMI Anbauerhebung.

Unabhängig von der Betriebsart, -größe oder dem Bundesland meldeten die 191 Teilnehmer der Herbsterhebung im Schnitt eine sehr positive Entwicklung über den Jahresverlauf. Gerade Topfpflanzenbetriebe profitierten deutlich, schwieriger war es für die Schnittblumenbetriebe. Durch die ungeheure Menge an Einflussfaktoren ist es nicht möglich, ein allgemeingültiges Bild für jeden Betrieb zu zeichnen. Denn einige der Betriebe hatten einen enormen Zusatzaufwand, um dieses positive Ergebnis zu erzielen.

Geschäftsverlauf weit über den Vorjahren

Der Beet- & Balkonpflanzenmarkt ist im Jahr 2020 nach AMI-Berechnungen auf Verbraucherebene noch einmal deutlich gewachsen. So werden die hohen Verbraucherausgaben auf der einen Seite durch stabile bis gestiegene Preise auf Produzentenseite bestätigt. Aber auch die Absatzquote lag deutlich über den Vorjahren – sogar das 10-Jahres-Mittel wurde überschritten. Aber auch die Umsätze lagen weit über jenen des Vorjahres. Im Schnitt über alle Betriebe wurden Umsatzsteigerungen im zweistelligen Bereich von Februar bis September gemeldet.

Mengen sollen leicht ausgeweitet werden

Bei der Fertigware in Normalgröße soll die Menge leicht ausgebaut werden, so auch bei rund der Hälfte der über vierzig im Detail erfassten Kulturen. Dabei wurden 40 Mio. Stück Fertigware erfasst. Klassiker wie Pelargonien und Viola sollen etwas eingeschränkt werden. Dafür fällt auf, dass viele Trendkulturen, wie z.B. auch die Stauden – im Rahmen der Beet- und Balkonpflanzen-Erhebung eine Nische – ausgebaut werden sollen. Aber auch bei den Zimmerpflanzen und bei Schnittblumen wurden leichte Ausweitungen angegeben.

Auswirkungen der Pandemie beleuchtet

Die Pandemie war für viele Betriebe äußerst fordernd. Wir befragten die Teilnehmer nicht nur nach der persönlichen Einschätzung zum Saisonverlauf und die Auswirkungen der Pandemie, sondern erhoben auch noch die entstandenen Extrakosten. Ebenfalls abgefragt wurde in einer Sonderumfrage die Erwartungshaltung für die folgende Saison.

Behalten Sie den Überblick

Neben den Ergebnissen der Herbsterhebung können Sie im AMI Markt Report Anbauerhebung Herbst 2020 erfahren, wie das Jahr 2020 für den deutschen Zierpflanzensektor verlief. Der Markt Report enthält neben einer Gesamtmarktbetrachtung detaillierte Informationen und Grafiken zu Geschäftsverlauf, Umsatzverteilung und Produktionsentwicklung für das Segment der Beet- & Balkonpflanzen. Pelargonien sowie Viola werden detailliert analysiert, dies gilt auch für den Kräuteranbau, die Schnittblumen (getrennt nach geschütztem und Freilandanbau) sowie Zimmerpflanzen.

Neben einem Überblick über den Gesamtmarkt wird auch das Verhalten der privaten Verbraucher und die Entwicklung der Einkaufsstätten betrachtet.

Haben Sie Interesse an den Produktions- & Wirtschaftstendenzen im Zierpflanzenbau 2020/21? Dann nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten im Shop. Sollten Sie darüber hinaus Informationen benötigen, sprechen Sie uns an. Individuelle Analysen zu Einzelprodukten und über das Einkaufsverhalten der privaten Verbraucher in Deutschland sind ebenso möglich.


Beitrag von Jens Quetsch
Marktexperte Gartenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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