Deutschland | Öko-Landbau | Strukturdaten

Bio erstmals detailliert in der Agrarstrukturerhebung

10.07.2017 (AMI) – Erstmals weist die Agrarstrukturerhebung des Statistischen Bundesamtes detaillierte Daten zur Bio-Bodennutzung und Bio-Tierhaltung nach Bundesländern aus. Viele Vermutungen über Anbauschwerpunkte und Hochburgen der Tierhaltung bestätigen sich damit auch in Zahlen. Die AMI fasst die wichtigsten Fakten zusammen.

Hafer und Roggen mit Anbauschwerpunkten im Osten, Weizen eher im Süden

Beim Getreide wird deutlich, dass sich der Weizenanbau (inklusive Dinkel) relativ gleichmäßig auf das Bundesgebiet verteilt, mit Schwerpunkten in Bayern (27 %) und Baden-Württemberg (14 %). Dagegen hat Roggen deutlich seinen Anbauschwerpunkt auf den leichten Standorten in Brandenburg, das 40 % der Roggenfläche ausmacht. Aber auch die angrenzenden Bundesländer Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sind Zentren der Roggenerzeugung, genauso wie Bayern, wo der Roggen vor allem im nördlichen Landesteil wächst. Im Haferanbau gibt es mit Bayern und Brandenburg zwei Anbauschwerpunkte.

Milchkühe vor allem in Bayern, Schweine und Mastgeflügel in Mecklenburg-Vorpommern

Fast die Hälfte der Bio-Milchkühe in Deutschland leben in Bayern. Insgesamt lebten 4,1 % der Milchkühe in Deutschland auf einem Bio-Betrieb. In Bayern lag die Quote mit 7,1 % deutlich höher, in Baden-Württemberg sogar bei 8,5 % und in Hessen bei 7,9 %.

Bei Bio-Schweinen ist Mecklenburg-Vorpommern eindeutiger Vorreiter. Dort leben 20 % der Bio-Mastschweine Deutschlands und sogar 29 % der Bio-Zuchtsauen. Auch beim Mastgeflügel hat Mecklenburg-Vorpommern die Nase vorn: 36 % der Bio-Masthähnchen und 27 % der Bio-Puten leben dort. Die Bio-Tierhaltung hat demnach deutlich andere regionale Schwerpunkte als die konventionelle.

Detaillierte Informationen zur Agrarstrukturerhebung finden Sie zusammengefasst und analysiert im AMI Markt aktuell Ökolandbau. Weitere Analysen zu den Märkten von Bio-Getreide, Bio-Schlachttieren und Bio-Milch finden Sie regelmäßig ebenfalls dort.

Beitrag von Diana Schaack
Marktexpertin Öko-Landbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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