Europa | Rohmilch | Anlieferung

Produktionsschub oder Kostenfalle?

27.04.2022 (AMI) – Zu Jahresbeginn hat das Rohstoffaufkommen in der EU saisonal zugenommen. Nach noch rückläufigen Tendenzen im Januar lag das Milchaufkommen in der Summe der ersten beiden Monate auf dem Vorjahresniveau. Welche Marktentwicklungen sind im weiteren Verlauf zu erwarten?

Im Februar hat sich die Milchanlieferung in der Gemeinschaft der EU-27 stabilisiert, nachdem ab Herbst 2021 zunehmend rückläufige Entwicklungen den Rohstoffanfall begrenzt hatten. In der Summe standen den Molkereien im Januar und Februar EU-weit knapp 22,8 Mio. t Milch für die Verarbeitung zur Verfügung. Das entsprach weitgehend den Mengen des entsprechenden Vorjahreszeitraumes.

Kostenexplosion bleibt nicht ohne Wirkung

Trotz der voraussichtlich anhaltend festen Marktsituation, die auch zu weiteren Anhebungen bei den Erzeugerpreisen führen dürfte, wird das Rohstoffangebot wohl begrenzt bleiben. Vor allem durch die stark steigenden Kosten in Verbindung mit den vielen Unsicherheiten bleiben Produktionsimpulse im Jahr 2022 wahrscheinlich weitgehend aus. Hinzu kommen die weiter rückläufigen Milchkuhbestände sowie die dämpfenden Wirkungen aus den Restriktionen zum Umwelt- und Klimaschutz. Der kostenbedingt reduzierte Einsatz von Düngemittel könnte darüber hinaus in Richtung Herbst/Winter zu einer Verknappung von wirtschaftseigenen Futtermitteln führen, die voraussichtlich nicht durch Zukaufkomponenten ausgeglichen wird. Das spricht in der Summe für ein sehr verhaltenes Milchaufkommen in der EU.

Auf was müssen sich die Marktbeteiligten 2022 darüber hinaus einstellen? Wie verändert sich Milchmarkt? Wie reagieren Produktion und Nachfrage auf die hohen Preise? Kann europäische Ware ihre Erfolgsgeschichte am Weltmarkt fortsetzen?

Wichtige Zahlen und Fakten kompakt und verständlich aufbereitet

Die AMI-Marktexperten haben zu diesen und vielen anderen Fragen ausführliche Fakten und Daten in der Markt Bilanz Milch 2022 zusammengestellt. Das Jahrbuch zeigt aktuelle Trends an den deutschen und europäischen Märkten sowie in wichtigen Drittländern auf. Zusätzlich veranschaulichen AMI Markt Charts die Zusammenhänge. Marktbeteiligte erhalten durch die Bewertung der Einflussfaktoren auf das Marktgeschehen eine solide Grundlage für ihre strategischen Entscheidungen.

Die aktuellen und umfassenden Daten beleuchten den nationalen und internationalen Milchmarkt. Dazu gehören Erzeugung, Außenhandel, die Marktversorgung und Verbrauch von Milch und Milchprodukten. Über 250 Tabellen mit ausführlichen Zeitreihen bieten zudem umfangreiche Vergleichsmöglichkeiten mit den eigenen Unternehmens- und Branchendaten.

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Beide Versionen können bequem im AMI Shop online bestellt werden.

Beitrag von Andreas Gorn
Bereichsleiter Milchwirtschaft

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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