Deutschland | Blumen & Zierpflanzen | Strukturdaten

Witterung und Inflation lassen den Zierpflanzen-Markt schrumpfen

28.05.2024 (AMI) – Aufgrund der im Jahresverlauf 2023 weiter gestiegenen Inflation kämpften die Verbraucher, zumindest gefühlt, mit knappen Budgets. Obwohl das Jahr 2023 das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen war, kamen die Kunden durch die anhaltende Nässe nicht in Kauflaune.

Produktion und Handel von Blumen und Zierpflanzen standen vor der Herausforderung, die Produkte kostendeckend zu vermarkten. Dabei konnten die Preise im Durchschnitt zwar gesteigert werden, das Niveau blieb dabei jedoch niedrig. Trotzdem verbergen sich hinter den 8,7 Mrd. EUR (zu Einzelhandelspreisen) des Gesamtmarktes weniger Pflanzen, als es im Vorjahr oder vor den Pandemiejahren gewesen wären.

Für Schnittblumen, als größtes Einzelsegment am Markt, gab jeder Einwohner Deutschlands mit knapp 37 EUR kaum weniger aus als noch im Vorjahr. Im zweiten Jahr in Folge performten Mischsträuße besser als die Monosträuße.

Für Topfpflanzen gab jeder Einwohner Deutschlands knapp 48 EUR aus, und damit fast 2 EUR weniger als 2022. Für Beet- & Balkonpflanzen lagen die Pro-Kopf-Ausgaben mit knapp 21 EUR etwas unter dem Vorjahr. Gefolgt wurden sie von blühenden Zimmerpflanzen mit gut 11 EUR im Jahr 2023.

Wie sich die einzelnen Marktsegmente im langjährigen Vergleich entwickelten und welche Auswirkungen die Pandemie, die weltpolitische Lage und die politischen Rahmenbedingungen auf den Außenhandel hatten, erfahren Sie in den Markt Charts Zierpflanzen 2023. Neben den Top-Listen für Schnittblumen, blühende und grüne Zimmerpflanzen, sowie denen für Beet- & Balkonpflanzen betrachten wir detailliert, wo die Kunden ihre Blumen und Zierpflanzen einkauften.

Beitrag von Britta Tröster
Marktanalystin Blumen & Zierpflanzen
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