Europa | Kernobst | Export

Polnische Apfelexporte steigen

22.02.2017 (AMI) Die Apfelbestände in Polen sind weiterhin hoch. Während es auf den Exportmärkten brummt, ist der Absatz auf dem Inlandsmarkt kleiner als in der zurückliegenden Saison.

Der ruhige Jahresauftakt am polnischen Apfelmarkt ist einer deutlichen Belebung gewichen. Es wird in alle Himmelsrichtungen exportiert. Schwerpunkt bildet vor allem Weißrussland und Serbien. Aber auch auf den Märkten des Nahen Osten und im asiatischen Raum breiten sich polnische Äpfel immer mehr aus und sorgen für eine immer stärkere Konkurrenz für andere exportorientierte Apfelanbaugebiete wie Italien oder Frankreich. Im Fokus stehen vor allem Gala, Golden Delicious und Red Jonaprince. Aber auch Idared rückt durch die Nachfrage aus dem Osten mehr in den Vordergrund.

Das spiegelt sich auch in den Preisen wider, die für ansprechende Qualitäten langsam anziehen. Gleichzeitig bleiben Abgangspreise für schwächere Ware auch unter 20,- EUR/ 100kg nach wie vor an der Tagesordnung.

Der Absatz auf dem Inlandsmarkt ist im Vergleich zum Vorjahr ruhiger. Ein Grund sind die geringeren Zuschüsse bei der Abgabe von Äpfeln für karitative Zwecke.

Interessieren Sie sich für die polnischen Exportmengen im Detail? Möchten Sie gerne nähere Informationen zu den Abgabepreisen für Äpfel in der Ukraine und an den polnischen Märkten? Die Markt Woche Mittel-/ Osteuropa Kernobst bietet während der Saison vierzehntägig aktuelle Preise und Informationen zu ausgewählten Märkten in Europa und asiatischen Ländern. Bestellen Sie einfach im Shop oder rufen Sie mich an.

Über die Entwicklungen am Markt können Sie intensiv auf dem AMI Markt Seminar Obst und Gemüse „Der Obst- und Gemüsemarkt im Überblick – Strukturen und Trends“ mit den AMI Marktexperten diskutieren. Melden Sie sich jetzt zum Markt Seminar am 22. März 2017 an, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Beitrag von Ursula Schockemöhle
Marktexpertin Gartenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Europa | Malz | Handel

Corona-Maßnahmen lassen Bierverkäufe kräftig sinken

20.01.2021 (AMI) – Wegen der Corona-bedingten Schließung der Gastronomie in Deutschland wurde 2020 deutlich weniger Bier abgesetzt. Neben den inländischen Verkäufen sind auch im Export Rückgänge zu verzeichnen.   Mehr

Deutschland | Rohmilch | Erzeugung

Liquidität in den Milchviehbetrieben weiter eingeschränkt

20.01.2021 (AMI) – Die wirtschaftliche Situation der deutschen Milcherzeuger hat 2020 einen weiteren Dämpfer erhalten. Im Betriebszweig Milchproduktion ist die Marge aus Erlösen und variablen Kosten im vergangenen Jahr nochmals zurückgegangen. Dies zeigt die Modellrechnung der AMI für eine Milchkuh mit einer Jahresleistung von 8.500 kg Milch aus konventioneller Produktion.   Mehr

Europa | Agrarwirtschaft | Außenhandel

Das Vereinigte Königreich importiert vor allem Gemüse aus der EU

18.01.2021 (AMI) – Seit dem 1. Januar ist es amtlich: Das Vereinigte Königreich ist nicht mehr Mitglied der EU. Gerade noch rechtzeitig kurz vor dem Jahreswechsel wurde ein Partnerschaftsvertrag unterschrieben, der im Kern auf einem Freihandelsabkommen beruht. Damit wurden zumindest Zölle beim Handel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln verhindert. Dennoch häufen sich zu Jahresbeginn Nachrichten von fehlenden Unterlagen, schleppender Grenzabfertigung und leeren Supermarktregalen. Wie stark ist eigentlich die Abhängigkeit des Vereinigten Königreichs von Importen aus der EU?   Mehr