Deutschland importiert mehr Obst und Gemüse
Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes hat Deutschland im Jahr 2024 insgesamt 3,41 Mio. t frisches Gemüse importiert. Damit war die eingeführte Menge um 2 % größer als im Jahr zuvor. Damit entsprachen die Einfuhren nahezu dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.
Die Entwicklung ist vor allem auf Fruchtgemüse, wie Tomaten, Gurken oder Paprika, zurückzuführen, die in größeren Mengen importiert wurden. In den Jahren 2022 und 2023 waren deutlich weniger Tomaten nach Deutschland eingeführt worden, da durch das Auftreten neuer Viruserkrankungen in wichtigen Herkunftsländern das verfügbare Angebot schmaler war. Inzwischen hat sich die Produktion besser auf die Situation eingestellt, und es ist wieder mehr Ware verfügbar. Hinzu kommt, dass 2022 und 2023 aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise teilweise auf den Winteranbau im Benelux-Raum verzichtet wurde, bzw. die ersten Sätze erst später im Jahr in die Ernte gekommen waren. Auch hier hat sich die Situation 2024 normalisiert.
Bezüglich der Herkünfte sind vor allem die Einfuhren aus Spanien wieder gestiegen. Besonders im frühen Saisonbereich standen größere Mengen an Fruchtgemüse zum Export bereit. Auch die Einfuhren aus Italien sind gegenüber dem Vorjahr wieder gestiegen, während die Einfuhren aus den Niederlanden etwas niedriger ausfielen als 2023. Das Plus bei den Einfuhren aus Marokko ist fast ausschließlich auf Tomaten zurückzuführen. Zum einen war das Angebot größer, zum anderen nehmen Direktimporte, ohne Umweg über Frankreich, zu.
Obsteinfuhren werden von Bananen dominiert
Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes hat Deutschland im Jahr 2024 insgesamt 5,43 Mio. t frisches Gemüse importiert. Damit war die eingeführte Menge um 2 % größer als im Jahr zuvor. Auch der Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre wurde leicht übertroffen. Knapp ein Viertel der gesamten Obstimporte entfällt auf Bananen. Hier blieben die Einfuhren jedoch leicht hinter denen des Vorjahres zurück.
Das Plus in der Gesamtmenge ist vor allem auf Äpfel, Wassermelonen, Zitronen und Avocados zurückzuführen. Gerade letztere liegen als Superfood weiterhin im Trend. Auch Heidelbeeren, ein weiteres Trendprodukt der vergangenen Jahre, wurden wieder in größeren Mengen importiert. Zu Beginn des Jahres war die Warenverfügbarkeit in Übersee witterungsbedingt noch begrenzt. Mit der Saison 2024/25 hat sich die Situation aber wieder normalisiert, und Heidelbeeren kehrten auf den Wachstumspfad zurück. Die schweren Überschwemmungen in Teilen Spaniens im Oktober 2024 wirkten sich vor allem negativ auf die Verfügbarkeit von Kaki aus, die in geringeren Mengen importiert wurden. Die Auswirkungen auf die Einfuhren an Zitrusfrüchten waren dagegen überschaubar.
Unterschiede zwischen einzelnen Jahren werden zunehmen
Die Entwicklungen im Außenhandel mit frischem Obst und Gemüse werden von vielen Faktoren beeinflusst. Neben der Inlandsernte ist entscheidend, wie es um die Warenverfügbarkeit in wichtigen Herkunftsländern bestellt ist. Hier haben die vergangenen Jahre gezeigt, dass Witterungsextreme zu Verwerfungen führen können. Somit wird Sicherheit in der Warenbeschaffung eines der wichtigen Themen der kommenden Jahre sein. Bei der Abschätzung zukünftiger Entwicklungen hilft eine fundierte Datenbasis. In den AMI Markt Bilanzen Gemüse und Obst 2025 haben die AMI-Marktexperten wichtige Kennzahlen zusammengetragen. Nicht nur zum Außenhandel, auch zur Produktion, zur Preisentwicklung und zur privaten Nachfrage. So lassen sich Trends und Tendenzen schnell erkennen. Damit sind die AMI Markt Bilanzen Gemüse und Obst 2025 ein unentbehrliches Nachschlagewerk, um die aktuellen Entwicklungen im mehrjährigen Vergleich einzuordnen. Sichern Sie sich noch heute Ihr Exemplar und nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten in unserem Shop. Mit dem eBook plus erhalten Sie zudem Zugriff auf die Tabellen im Excel-Format und können die Daten so bequem für eigene Analysen nutzen.
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