Deutschland | Blattgemüse | Marktversorgung

Nachfrage nach Eissalat stieg deutlich

18.03.2021 (AMI) – Nach den zahlreichen Aktionen des Lebensmitteleinzelhandels stieg die Nachfrage nach Eissalat zuletzt enorm. Die Käuferreichweite kletterte auf ein Rekordniveau. Mit der nun erwarteten Preissteigerung dürfte sich dies allerdings wieder ändern.

Die sehr hohen Werbeaktivitäten des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) haben in der vergangenen 10. Woche die erwartete Wirkung gezeigt. Denn die Verkäufe haben gegenüber der vorhergegangenen 9. Woche stark zugelegt. Die Käuferreichweite stieg um fast ein Drittel und erreichte damit einen Rekordwert. Die vielen Angebotsaktionen im Bereich von 0,59 bis 0,79 EUR/St. haben den durchschnittlichen Verbraucherpreis der 10. Woche um 15 % gedrückt.

In Spanien verzeichnet man seit der vergangenen 10. Woche eine geringer werdende Warenverfügbarkeit. Die Witterung mit Regen und Wärme hat den Kulturen zuletzt zugesetzt und führt mitunter zu qualitativen Problemen und Ausfällen. Demgegenüber ist der Bedarf aus den auch für die 11. Woche noch teilweise zu Niedrigpreisen abgeschlossenen Lieferprogrammen immer noch hoch, und die Warenbeschaffung ist schwierig. Für die kommende 12. Woche zeigen sich die meisten Anbieter in ihrem Angebotsverhalten wesentlich vorsichtiger. Das gilt vor allem für den Abschluss von Verkaufsaktionen. Die Zeit von niedrigpreisigen Sonderaktionen dürfte nach dieser Woche vorerst vorbei sein. Für die deutschen Verbraucher könnte Eissalat in der kommenden Woche schon spürbar teurer werden.

An den Großmärkten in Deutschland zogen die Preise bereits deutlich an. Grund dafür waren hier die zuletzt geringen freien Mengen, da durch die Aktionen des LEH viel Ware gebunden war.

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Beitrag von Claudio Gläßer
Junior-Produktmanager Gartenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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