Europa | Blattgemüse | Angebot

Wasserknappheit in Spanien begrenzt Eissalatangebot

14.03.2024 (AMI) – In den Wintermonaten wird hauptsächlich spanischer Eissalat an den deutschen Märkten gehandelt. Zum Jahresbeginn waren die Wachstumsbedingungen in Spanien optimal, weshalb die Preise bedingt durch ein hohes Angebotsaufkommen zügig nachgaben. Aktuell wird der Anbau durch knappe Wasserressourcen begrenzt und die Warenverfügbarkeit lässt nach.

Die Lage am Eissalatmarkt ist zurzeit angespannt. Knappe Wasserressourcen in den spanischen Anbaugebieten begrenzen das Angebot an Eissalat erheblich. Bis die deutsche Saison anschließen kann ist noch viel Zeit nötig. Da Spanien zurzeit das Hauptangebot am deutschen Markt stellt, wird die Knappheit in den nächsten Tagen deutlicher zu spüren sein. Zudem fallen die Köpfe aufgrund des Wassermangels kleiner und leichter aus. An den deutschen Großmärkten ziehen die Preise für spanische Ware in der aktuellen 11. Woche daher deutlich an. In der vergangenen 10. Woche wurde noch durchschnittlich 8,57 EUR für die Steige (8-10 St.) verlangt, nun ist der Preis auf 11,69 EUR je Steige gestiegen. Das entspricht einer Preiserhöhung von rund 36 %. Auf der Verbraucherebene sind die Eissalatpreise bereits vergangene 10. Woche angezogen. So kostete ein Kopf im Schnitt 0,98 EUR/St. und damit rund 12 Cent mehr als noch in der Vorwoche.

Werbeaktivität nimmt angebotsbedingt ab

Angesichts der derzeitigen Lage am Eissalatmarkt nimmt die Werbeintensität in der aktuellen 11. Woche zur Vorwoche ab. Insgesamt wird spanischer Eissalat 10-mal von den Supermarktketten beworben. Der Aktionspreis liegt dabei zwischen 0,75 und 0,99 EUR/St.

Behalten Sie die aktuellen Preisentwicklungen bei Eissalat und anderem Blattgemüse mit dem Onlinedienst Markt aktuell Gemüse täglich im Blick. Neben den Preismeldungen der deutschen Großmärkte und Erzeugermärkte verschafft Ihnen die wöchentliche Marktkommentierung am Mittwoch einen umfassenden Überblick. Sie sind noch kein Kunde? Nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten im Shop und sichern Sie sich noch heute Ihren Zugang zum AMI-Expertenwissen.

Beitrag von Lena Pollul
Marktexpertin Gartenbau
Druckversion als PDF öffnen

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Europa | Fruchtgemüse | Angebot

Weiterhin begrenztes Angebot an Paprika

15.01.2026 (AMI) – In den starken Anbaugebieten Spaniens bleibt das Angebot an Paprika weiterhin begrenzt. Die phytosanitären Probleme halten an und eine Entspannung ist auch für diese Saison nicht in Sicht.   Mehr

Deutschland | Gemüse | Aktionspreise

Gemüse war seltener in den Werbezetteln

13.01.2026 (AMI) – Für viele Verbraucher gehört der Blick in gedruckte Werbezettel zur Einkaufsplanung dazu. Gut drei Viertel der Verbraucher greifen wöchentlich zu den Prospekten des Einzelhandels. Der Lebensmitteleinzelhandel setzt darin auch frisches Obst und Gemüse in Szene. Doch welche Gemüsearten wurden im vergangenen Jahr besonders häufig beworben?   Mehr

Deutschland | Tafeltrauben | Angebot

Weniger Tafeltrauben aus Südafrika

08.01.2026 (AMI) – Obwohl höhere Erntemengen als in der vergangenen Saison erwartet werden, kommen weniger Tafeltrauben aus Südafrika auf dem europäischen Markt an. Grund sind logistische Schwierigkeiten im Hafen von Kapstadt.   Mehr