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Frühzeitige Angebotsaktionen mit deutschen Zwetschen

17.07.2018 (AMI) – Früher als im vergangenen Jahr ist die Zahl der Angebotsaktionen mit Zwetschen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) gestiegen. Auffällig dabei ist, dass in der 29. Woche nicht nur insgesamt mehr Zwetschen beworben werden, sondern dass es sich dabei überwiegend um deutsche Zwetschen handelt. In anderen Jahren waren zunächst meist Zwetschen aus Südosteuropa beworben worden. Angesichts einer erwarteten großen Ernte in Deutschland, scheint diese frühe Präsenz im LEH der richtige Weg zu sein.

Bereits in der 28. Woche waren deutsche Zwetschen fünfmal in den Angebotsaktionen des LEH vertreten. So früh war das zuletzt 2014 der Fall, ein Jahr, in dem die Zwetschenernte ebenfalls früh eingesetzt hatte. In der 29. Woche ist die Zahl der Werbeanstöße für deutsche Zwetschen deutlich gestiegen. Laut AMI Aktionspreise im LEH sind sie 18-mal in den Werbezetteln vertreten. Zwei weitere Aktionen laufen zudem mit der Herkunft Ungarn. Damit ist die Zahl der Werbeanstöße so hoch wie noch nie zuvor zu diesem Zeitpunkt. Über die Angebotsaktionen rücken Zwetschen stärker in den Fokus der privaten Verbraucher.

Preise schon früh auf niedrigem Niveau

Aus preislicher Sicht liegen die Angebotsaktionen schon frühzeitig auf einem niedrigen Niveau. In der 29. Woche werden deutsche Zwetschen zu Preisen zwischen 1,24 und 1,99 EUR/kg beworben. Im Vorjahr lagen die Werbepreise zu diesem Zeitpunkt, allerdings ausschließlich für Importware, ebenfalls zwischen 1,25 und 1,99 EUR/kg. Im Jahr 2014 wurden die ersten deutschen Zwetschen zu Preisen zwischen 1,11 und 1,99 EUR/kg beworben. Die Aktionspreise sind ein erster Indikator für mögliche Preisentwicklungen auf der Verbraucherebene. Schon in der 28. Woche war der durchschnittliche Verbraucherpreis für Zwetschen auf 2,06 EUR/kg zurückgegangen. Nach Angaben im AMI-Verbraucherpreisspiegel ist das für diesen Zeitpunkt der niedrigste Wert der vergangenen drei Jahre. Angesichts der Vielzahl der Angebotsaktionen und der niedrigen Werbepreise ist mit einem weiteren Rückgang der durchschnittlichen Verbraucherpreise zu rechnen.

Können die deutschen Produzenten ihre Position in den Angebotsaktionen des LEH behaupten, oder drängen in den kommenden Wochen doch wieder verstärkt Importe aus Südosteuropa in die Werbung? Und mit welchen Obstarten konkurrieren Zwetschen um den Platz in den Werbeheften? Auswertungen auf Basis von AMI Aktionspreise im LEH beantworten Ihnen diese Fragen bereits dienstags für die aktuelle Woche. Wollen auch Sie frühzeitig Preisentwicklungen auf der Verbraucherebene erkennen? Dann sichern Sie sich Ihren Zugang zu AMI Aktionspreise im LEH. Egal, ob eine Übersicht über die gesamten Angebotsaktionen einer Woche, oder eine Analyse für ein einzelnes Produkt oder eine Produktgruppe, die AMI Marktexperten erstellen Ihnen gerne ein individuelles Angebot.

Beitrag von Michael Koch

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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