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Nordmanntannen dominieren zum Weihnachtsfest

16.10.2018 (AMI) – Der Verkauf von Nordmanntannen von Erzeugern an den Handel erfolgt 2018 zu stabilen Preisen. Es herrscht zwar ein gewisses Überangebot, nicht jedoch an größeren Bäumen, bei denen sehr gute Qualitäten knapp sind. Die Nordmanntanne ist nach wie vor der gefragteste Weihnachtsbaum in Deutschland; rund 80 % der Verkäufe entfallen auf diese Baumart.

Stabile Preise – Überangebot an Nordmanntannen

Die diesjährige Trockenheit wirkt sich voraussichtlich nicht auf das Angebot und den Preis aus. Nach Angaben des NRW-Landesverbandes Gartenbau sind nur 2 bis 5 % der diesjährigen Bäume nicht vermarktungsfähig. Schaden nahmen insbesondere Jungpflanzen, wodurch sich das Angebot in späteren Erntejahren verknappen könnte.

Allerding gibt es – wie schon in den Jahren zuvor – auch 2018 ein Überangebot an Nordmanntannen. Grund dafür sind großflächige Neuanpflanzungen auf Windwurfflächen, die der Sturm Kyrill im Jahr 2007 hinterlassen hatte und die derzeit geerntet werden. Sehr gute Qualitäten, vor allem bei größeren Bäumen bleiben jedoch knapp.

Die Preise beim Verkauf von Erzeugern an den Handel sind jedoch stabil. Für Nordmanntannen der Standardqualität (2. Wahl) liegt der Meterpreis bei Abnahmemengen von 100 bis 1.000 Stück im Großraum Bonn je nach Größe zwischen 5,60 und 8,90 EUR. Für Weihnachtsbäume der ersten Qualität – dabei handelt es sich um formgeschnittene und am Terminaltrieb regulierte Bäume – hat die AMI deutlich höhere Abgabepreise zwischen 8,70 und 14,00 EUR je Meter ermittelt.

Bei lokalen Händlern im Rheinland liegt der Preis im Endverkauf an den Verbraucher für Nordmanntannen der ersten und zweiten Wahl bei 17 bis 23 EUR je laufenden Meter. Geringere Qualitäten werden zu erheblich geringeren und uneinheitlichen Preisen abgegeben.



Günstige Angebote beim Discounter und im Baumarkt

Der Druck steigt bei den Fachhändlern und Direktvermarktern, denn die Konkurrenz durch Discounter und Baumärkte nimmt weiter zu, auch der Onlinehandel gewinnt weitere Marktanteile. Zudem werden Weihnachtsbäume regelmäßig vom Lebensmittelhandel und von Baumärkten in Preisaktionen beworben. 2017 erfasste das AMI-Panel Aktionspreise von nur 9,99 EUR/St. für kleine Weihnachtsbäume mit einer Höhe zwischen 100 bis 115 cm. Nordmanntannen in der Höhe von 125 cm wurden mit 19,99 EUR/St. beworben.

Jeder dritte Weihnachtsbaum kommt aus dem Sauerland

Nach Angaben des Bundesverbandes der Weihnachtsbaumerzeuger werden in Deutschland jährlich rund 24 Mio. Bäume nachgefragt. Die deutschlandweit größte Anbaufläche mit etwa 18.000 ha hat Nordrhein-Westfalen. Allein das südwestfälische Sauerland produziert jährlich rund 8 Mio. Weihnachtsbäume.

Nordmanntanne dominiert

Die Nordmanntanne ist nach wie vor der gefragteste Weihnachtsbaum in Deutschland; rund 80 % der Verkäufe entfallen auf diese Baumart. Den restlichen Markt teilen sich Blaufichte, Weißtanne, Fichte und Kiefer. Die Nachfrage nach Blaufichten ist weiterhin gering, nur gute Qualitäten finden Käufer.

Die Nordmanntanne überzeugt durch einen pyramidenförmigen und recht gleichmäßigen Wuchs. Vor allem ihre nicht-stechenden, dunkelgrünen Nadeln sowie ihre lange Haltbarkeit machen sie für viele Verbraucher zum idealen Weihnachtsbaum.

Die Produktion einer Nordmanntanne braucht vom Setzling bis zur Schlagreife acht bis zwölf Jahre. Erzeuger können ab dem vierten Jahr das Wachstum und somit auch Erscheinungsbild des Baumes beeinflussen. So werden mit mechanischen oder chemischen Methoden der Wuchs der Seitentriebe und der Baumspitze (Terminaltrieb) gehemmt.

Bleiben Sie natürlich informiert

Neben der Sonderkultur Weihnachtsbäume analysiert die AMI den Zierpflanzenanbau mit dem Schwerpunkt Beet- und Balkonpflanzen. Die detaillierten Ergebnisse der Frühjahrserhebung erhalten Sie mit dem AMI Markt Report Anbauerhebung Zierpflanzen Frühjahr 2018. Erfahren Sie, wie das Jahr 2017 für den deutschen Zierpflanzensektor lief. Die Pläne für 2018 reichen bis auf Kulturebene und bilden die jeweils wichtigsten Kulturen ab. Für weitere Informationen steht Ihnen die AMI Marktexpertin Britta Tröster gerne zur Verfügung.

Beitrag von Belqees Rashid

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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