Deutschland | Agrarrohstoffe | Index

AMI-Rohstoffindex im April erneut mit Plus

29.04.2024 (AMI) – Mit 132,3 Punkten stieg der AMI-Rohstoffindex im Vergleich zum Vormonat um 0,7 %. Ausschlaggebend waren in erster Linie die gestiegenen Erzeugerpreise für Getreide und Raps. Die Milchpreise hielten sich nahe dem Niveau des Vormonats. Die Preise für Schlachtvieh entwickelten sich uneinheitlich.

Bei den Erzeugerpreisen für Getreide ging es im April deutlich aufwärts. Besonders Futtergetreide verteuerten sich. Eine Reihe Faktoren unterstützte die Entwicklung. Die Kurse am Terminmarkt zogen an, der Importdruck ließ nach und die Exporte waren lebhaft. Mit dem Kälteeinbruch stieg die Sorge um Ertragseinbußen zur Ernte 2024. Das trieb auch die Erzeugerpreise für Raps. Der Handel hat sich dadurch im Monatsvergleich deutlich belebt. Vereinzelt wurde das Preisniveau zur Vermarktung von Restmengen der Ernte 2023 genutzt. Auch Vorkontrakte der Ernte 2024 wurden in die Bücher geschrieben.

Die Milchanlieferung in Deutschland pendelte sich im April auf dem saisonal hohen Niveau. Die Vorjahreslinie wurde dabei deutlich übertroffen. An den Märkten für Magermilch und Magermilchkonzentrat führte ein umfangreiches Angebot bei ruhiger Nachfrage zu schwächeren Preisen. Demgegenüber war Industrierahm nach wie vor gesucht, jedoch gaben auch hier die Preise. Vor dem Hintergrund der weiterhin festen Entwicklungen am Fettmarkt dürften bei den Milchpreisen stabile Tendenzen überwiegen.

Die erhofften Impulse am Schlachtschweinemarkt wurden im April von den niedrigen Temperaturen ausgebremst, der Fleischmarkt kam nicht in Fahrt. Entsprechend stagnierten auch die Preise, zuletzt hat der Druck sogar leicht zugenommen.

Während die niedrigen Temperaturen den Handel mit Schlachtschweinen ausbremsen, profitieren die Geschäfte mit Jungbullen. Die Nachfrage ist stetig, das kleine Angebot problemlos zu vermarkten. Das begrenzte Angebot an Schlachtkühen resultierte in höheren Preisen.

Natürlich informiert – Preisindex sorgt für mehr Transparenz

Die AMI hat den Index für die Preisentwicklung bei den wichtigsten Agrar- und Nahrungsmittelrohstoffen in Deutschland entwickelt, um für mehr Transparenz an den landwirtschaftlichen Rohstoffmärkten zu sorgen. Um ein zeitgemäßes Bild der Preisentwicklung der 13 wertmäßigen wichtiges Agrarrohstoffe der deutschen Landwirtschaft wiederzugeben, hat die AMI mit dem Berichtsmonat Januar 2024 das Basisjahr von 2005 auf 2020 umgestellt und die Gewichtung der einzelnen Bestandteile an deren heutige Marktbedeutung angepasst. Diese Basisjahrverschiebung ermöglicht ein besseres Verständnis der Preisänderungen der Folgejahre.

Möchten Sie mehr wissen? – Dann nutzen Sie unseren Online-Dienst Markt aktuell Agribusiness, der Ihnen eine aktuelle Analyse mit allen Daten der Teil-Indizes zu Getreide/Ölsaaten, Fleisch und Rohmilch sowie der relevanten Fakten und Hintergründe zur Umstellung auf das neue Basisjahr 2020 liefert.


Beitrag von Leif Erik Rehder
Bereichsleiter Pflanzenbau
Druckversion als PDF öffnen

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück
Deutschland | Agrarrohstoffe | Index

AMI-Rohstoffindex rutscht im Dezember weiter ab

19.12.2025 (AMI) – Der von der AMI ermittelte deutsche Agrarrohstoffindex gab im Dezember 2025 weiter nach. Sinkende Erzeugerpreise für Milch und Schweine belasteten den Index erneut.   Mehr

Deutschland | Agrarrohstoffe | Index

AMI-Rohstoffindex rutscht im November weiter ab

27.11.2025 (AMI) – Der von der AMI ermittelte deutsche Agrarrohstoffindex gab im November 2025 weiter zurück. Sinkende Erzeugerpreise für Milch und Schweine belasteten den Index erneut.   Mehr

Deutschland | Agrarrohstoffe | Index

AMI-Rohstoffindex rutscht im Oktober weiter ab

03.11.2025 (AMI) – Der von der AMI ermittelte deutsche Agrarrohstoffindex gab im Oktober 2025 weiter deutlich nach. Vor allem rückläufige Erzeugerpreise für Milch und Schweine belasteten den Index.   Mehr

Deutschland | Agrarrohstoffe | Index

AMI-Rohstoffindex im September weiter unter Druck

01.10.2025 (AMI) – Der von der AMI ermittelte deutsche Agrarrohstoffindex gab im September 2025 nach. Belastend wirkten vor allem schwächere Erzeugerpreise bei Milch und Getreide. Dagegen behaupteten sich die Rinderpreise auf hohem Niveau.   Mehr

Deutschland | Agrarrohstoffe | Index

AMI-Rohstoffindex gibt im August weiter nach

29.08.2025 (AMI) – Der von der AMI ermittelte deutsche Agrarrohstoffindex gab im August 2025 nach. Ausschlaggebend war insbesondere der Rückgang der Erzeugerpreise für Schlachtrinder, Getreide und Raps.   Mehr

Deutschland | Agrarrohstoffe | Index

AMI-Rohstoffindex im Juli unter Druck

25.07.2025 (AMI) – Der von der AMI ermittelte deutsche Agrarrohstoffindex gab im Juli 2025 nach Ausschlaggebend war insbesondere der Rückgang der Erzeugerpreise für Schlachtschweine, Getreide und Raps.   Mehr

Deutschland | Agrarrohstoffe | Index

AMI-Rohstoffindex im Juni fester

01.07.2025 (AMI) – Der AMI-Agrarrohstoffindex klettert im Juni weiter. Während die Erzeugerpreise für Fleisch und Milch zulegten tendierten die Getreide- und Rapspreise schwächer.   Mehr

Deutschland | Agrarrohstoffe | Index

AMI-Rohstoffindex auf höchstem Stand seit über 2 Jahren

05.06.2025 (AMI) – Der AMI-Agrarrohstoffindex klettert im Mai weiter. Für den Aufwärtstrend sind insbesondere Schlachtschweine und -rinder verantwortlich.   Mehr

Deutschland | Agrarrohstoffe | Index

Schlachtviehpreise heben AMI-Rohstoffindex im April

25.04.2025 (AMI) – Der AMI-Agrarrohstoffindex steigt im April 2025. Insbesondere Schlachtschweine und -rinder kosteten deutlich mehr. Aber auch Milcherzeuger konnten sich über stabile bis leicht festere Preise freuen. Ackerbauern erhielten für Raps mehr und für Getreide etwas weniger.   Mehr

Deutschland | Agrarrohstoffe | Index

AMI-Rohstoffindex bleibt stabil

31.03.2025 (AMI) – Der AMI-Agrarrohstoffindex tendierte im März 2025 stabil. Festere Preise für Schlachtrinder können den Rückgang bei den Erzeugerpreisen für Getreide und Ölsaaten ausgleichen.   Mehr