Welt | Rohmilch | Erzeugung

Produktionsmengen der Exporteure vermehrt rückläufig

28.05.2019 (AMI) – Im ersten Quartal hat sich am Weltmarkt der gedämpfte Angebotsverlauf fortgesetzt. Neben den Rückgängen in Australien, fiel auch die Produktion in den USA und Neuseeland im März erstmals wieder niedriger aus als vor Jahresfrist. Dies wirkte, bei belebter Nachfrage, weiter stabilisierend auf das Niveau der globalen Preise für Milchprodukte.

In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres haben die mengenmäßig bedeutendsten Exporteure von Milchprodukten auf dem Weltmarkt insgesamt knapp ein halbes Prozent weniger Milch erzeugt als ein Jahr zuvor. Dadurch bewegte sich das Exportangebot weiterhin unter der Vorjahreslinie, ab Februar sogar wieder etwas umfangreicher als dies noch über den Jahreswechsel der Fall war.

Ausschlaggebend hierfür waren die im Laufe des ersten Quartals zunehmend rückläufigen Tendenzen. In Folge der Dürre in Ozeanien sank die Milchproduktion in Neuseeland unter das Niveau des Vorjahres. Gleichzeitig war das Milchaufkommen in Australien in Folge von Hitze und Trockenheit anhaltend stark im Minus. Auch in den USA ist die bereits seit Herbst 2018 zu beobachtende Verlangsamung des Wachstums mittlerweile in rückläufige Tendenzen umgeschlagen.

Gegen diese Entwicklungen war in der EU eine Erholung bei den Anlieferungsmengen zu verzeichnen. Für das erste Quartal, das mit einem leichten Rückgang gestartet war, bedeutet dies nahezu ein Nullsummenspiel. Die Rückgänge bei den Anbietern in Nordamerika und Ozeanien konnte dies jedoch nicht ausgleichen.

Wie sehen die Entwicklungen in den bedeutenden Exportländern im Detail aus? Bleibt der Weltmarkt auch 2019 ausreichend versorgt? Eine Einschätzung dazu finden Sie hier. Sie sind noch kein Kunde? Dann abonnieren Sie am besten gleich den Online-Dienst Markt aktuell Milchwirtschaft und erhalten alle Informationen zum globalen Geschehen und zu weiteren aktuellen Themen des Milchmarktes.

Beitrag von Andreas Gorn

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Rohmilch | Erzeugerpreise

Rückgang der Erzeugerpreise im Mai fortgesetzt

09.07.2020 (AMI) – Im Mai hat sich der Rückgang bei den Erzeugerpreisen für konventionelle Kuhmilch, der im April nach einem sehr stabilen ersten Quartal eingesetzt hatte, fortgesetzt. Bis zur Jahresmitte ist mit weiteren Abschlägen zu rechnen.  Mehr

Deutschland | Butter | Verbraucherpreise

Butterpreise auf höherem Niveau

09.07.2020 (AMI) – Anfang Juli hat sich die Nachfrage nach Formbutter weiter beruhigt. Die höheren Molkereiabgabepreise wurden zeitverzögert auch auf der Verbraucherebene umgesetzt.  Mehr

Deutschland | Rohmilch | Erzeugerpreise

Erzeugerpreise für Bio-Milch vergleichsweise stabil

09.07.2020 (AMI) – Im Mai 2020 sind die Erlöse der Bio-Milchbauern in Deutschland nahezu stabil geblieben und wiesen lediglich eine marginal schwächere Tendenz auf. Die Preise für konventionell erzeugten Rohstoff gaben in Folge schwächerer Produktpreise deutlicher nach, wodurch sich die Spanne zwischen den beiden Auszahlungsleistungen wieder vergrößerte.  Mehr