Deutschland | Rohmilch | Erzeugerpreise

Schwächeres Milchfett drückt auf die Auszahlung

01.07.2019 (AMI) – Im Mai haben die deutschen Molkereien ihre Auszahlungsleistungen für konventionell erzeugte Kuhmilch weiter zurückgenommen. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem die rückläufigen Verwertungen beim Milchfett. Auch im Juni dürfte es noch leicht nach unten gehen.

Im Mai lag der Auszahlungspreis für konventionell erzeugte Milch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß im bundesweiten Mittel bei rund 33,0 Ct/kg. Damit zahlten die Molkereien nach jüngsten Schätzungen der AMI 0,3 Ct weniger aus als im Vormonat. Der Vorsprung zum Vorjahresergebnis hat sich im Zuge dessen im Mai verringert. In den ersten fünf Monaten bewegte sich das mittlere Auszahlungsniveau nur geringfügig über dem entsprechenden Ergebnis von 2018.

Erstmals seit Januar gingen die Erzeugerpreise für Milch im Mai wieder flächendeckend im gesamten Bundesgebiet zurück. Zwischenzeitlich hatte es zumindest in einzelnen Regionen punktuelle Preisanstiege gegeben, allerdings zumeist nur in geringem Umfang. Die deutlichsten Verluste mussten im Mai die Milcherzeuger im Südosten Deutschlands hinnehmen.

Die Gesamtverwertung der Milch hat ihren Boden allerdings noch nicht gefunden. Die Butterpreise sind bei ausreichendem Angebot und abwartendem Neugeschäft im Juni weiter zurückgegangen. Das dämpft die Auszahlungsleistungen der Molkereien, je nach Produktportfolio stehen weitere Rücknahmen an. Im Bundesmittel werden die Erzeugerpreise im Juni dadurch wohl nochmals leicht zurückgehen.

Wie stellte sich die Entwicklung in den einzelnen Regionen im Detail dar? Und wie geht es im zweiten Halbjahr weiter? Eine ausführliche Analyse zu den Preisen für konventionell erzeugte Milch finden Sie in unserem Online-Dienst Markt aktuell Milchwirtschaft.

Sie sind noch kein Kunde und möchten vom Expertenwissen der AMI profitieren? Dann nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten in unserem Shop, und sichern Sie sich noch heute Ihren persönlichen Zugang zum Markt aktuell Milchwirtschaft.

Beitrag von Andreas Gorn

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Milch & Milchprodukte | Aktionspreise

Vielfalt im Trinkmilch-Sortiment kennt keine Grenzen

11.07.2019 (AMI) – Milchprodukte werden in allen relevanten Medien intensiv beworben. Dabei ist der Facettenreichtum nahezu unbeschränkt. Die steigende Diversifizierung im Trinkmilch-Sortiment findet sich auch in den Werbeaktionen des Lebensmitteleinzelhandels wieder.  Mehr

Deutschland | Käse | Angebot

Markt für Schnittkäse sehr stabil

11.07.2019 (AMI) – Der Schnittkäsemarkt war nach wie vor von begrenztem Angebot und umfangreicher Nachfrage bestimmt. Die Bestände in den Reifelagern haben zuletzt abgenommen. Dadurch standen sich Produktion und Warenausgang insgesamt recht ausgeglichen gegenüber. Die Notierung war weiterhin unverändert.  Mehr

Deutschland | Rohmilch | Erzeugerpreise

Erzeugerpreise für Bio-Milch gehen nochmal zurück

09.07.2019 (AMI) – Im Mai 2019 sind die Erlöse der Bio-Milchbauern in Deutschland zum dritten Mal in Folge zurückgegangen. Im Osten des Landes fielen die Preisabschläge deutlicher aus als im Westen. Die Spanne zwischen ökologisch und konventionell erzeugtem Rohstoff blieb nahezu stabil.  Mehr