Europa | Rohmilch | Anlieferung

EU-Milchanlieferung im ersten Halbjahr nahezu stabil

22.08.2019 (AMI) – Die Milchanlieferung in der EU hat sich im Juni weiter geringfügig unter dem Vorjahresniveaus bewegt. In den einzelnen Mitgliedstaaten waren die Entwicklungen jedoch zweigeteilt. Dennoch liegen die Mengen in der Summe der ersten sechs Monate von 2019 weiterhin leicht über denen des entsprechenden Vorjahreszeitraums.

Im Juni hat sich die Milchanlieferung in der EU weiter leicht unter dem Vorjahresniveau bewegt. Basierend auf teils noch vorläufigen Daten erfassten die Molkereien in der Gemeinschaft rund 0,3 % weniger Milch als im entsprechenden Vorjahresmonat. Damit wurden die Mengen aus 2018 den zweiten Monat in Folge geringfügig unterschritten. Zuvor hatten im März und April kurzfristig deutliche Anstiege das Gesamtbild bestimmt, für die allerdings die kältebedingt reduzierten Anlieferungsmengen des Vorjahres ursächlich waren.

In der einzelstaatlichen Betrachtung waren die Entwicklungen zur Jahresmitte sehr unterschiedlich. Die mengenmäßig umfangreichsten Anstiege wurden im Juni aus Irland und dem Vereinigten Königreich gemeldet. Insgesamt lagen in 11 Mitgliedstaaten die Anlieferungsmengen oberhalb des Vorjahresniveaus. In den übrigen Ländern wurden die Vorjahresmengen unterschritten. Die deutlichsten Rückgänge wiesen dabei Deutschland und die Niederlande auf.

Durch den wiederholt leichten Rückgang im Juni hat sich der ohnehin nur leichte Mengenvorsprung zum Vorjahr in der aggregierten Betrachtung bis zur Jahresmitte weiter reduziert. Von Januar bis Juni 2019 waren die EU-weit angelieferten Milchmengen mit schätzungsweise rund 80,9 Mio. t um 0,2 % umfangreicher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Wie entwickelte sich die Milchanlieferung in den einzelnen Mitgliedsstaaten im Detail? Und was ist für das zweite Halbjahr zu erwarten? Eine umfangreiche Einschätzung der Lage finden Sie im Markt aktuell Milchwirtschaft.

Sie sind noch kein Kunde und möchten den Online-Dienst Markt aktuell Milchwirtschaft kennenlernen? Bestellen Sie jetzt Ihr Abonnement.

Beitrag von Andreas Gorn

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Welt | Milch & Milchprodukte | Außenhandel

US-Exporte nach Rekordjahr eingebrochen

12.09.2019 (AMI) – Während die USA im vergangenen Jahr noch mit einem blauen Auge davongekommen sind, werden 2019 die Folgen der Handelsstreitigkeiten sichtbar. Das Exportvolumen an Milcherzeugnissen ist in den ersten sieben Monaten stark zurückgegangen. Die Ausfuhrmengen des Vorjahres wurden dabei nahezu produktübergreifend deutlich verfehlt.  Mehr

Deutschland | Milchdauerwaren | Preise

Milchpulver deutlich fester notiert

12.09.2019 (AMI) – Eine rege Nachfrage aus dem In- und Ausland bei begrenzter Verfügbarkeit von frischer Ware lies die Preise für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität in der zweiten Septemberwoche fester tendieren. Auch Futtermittelware wurde, trotz anhaltend ruhigem Marktverlauf, im Sog der Lebensmittelware höher notiert.  Mehr

Welt | Milch & Milchprodukte | Preise

Produktpreise beim GlobalDairyTrade-Tender uneinheitlich

09.09.2019 (AMI) – Die jüngste Auktion schloss am 03.09.19 bei einem mittleren Preis von 3.202 USD/t oder umgerechnet 2.928 EUR/t. Der Index verringerte sich damit im Vergleich zum vorangegangenen Termin leicht. Gleichzeitig stieg die gehandelte Menge auf 39.689 t.  Mehr