Europa | Milch & Milchprodukte | Erzeugung

EU-weit mehr Milchprodukte hergestellt

10.12.2019 (AMI) – In der EU wurden in den ersten neun Monaten von 2019 mehr Milcherzeugnisse hergestellt. Bei gestiegener Anlieferung und gleichzeitig erhöhten Fett- und Eiweißgehalten, wurde der zusätzliche Rohstoff vermehrt in die Produktion von Kondensmilch, Butter, Sahneerzeugnissen und Magermilchpulver gelenkt. Konsummilch wurde hingegen in geringerem Umfang hergestellt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

In den ersten drei Quartalen von 2019 stieg die Milchanlieferung in der EU im Vorjahresvergleich um 0,4 % oder rund 0,5 Mio. t. Gleichzeitig fielen die Milchinhaltsstoffe höher aus, insbesondere beim Milchfett. Dadurch sind, über die höhere Anlieferungsmenge hinaus, mehr Fett und Eiweiß für die Verarbeitung angefallen.

Auf der Produktebene verzeichnete Kondensmilch von Januar bis September 2019 EU-weit die stärkste Steigerung. Darüber hinaus wurde in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres auch mehr Rohstoff in die Herstellung von Butter und Magermilchpulver gelenkt. Hierzu hat die hohe Nachfrage nach Magermilchpulver im In- und Ausland beigetragen, die neben den Produktionsausweitungen nur mit den noch vorhandenen Beständen aus der Intervention bedient werden konnte. Die Herstellung von Magermilchpulver setzte Fett frei, das teils zu Butter und zu Sahneerzeugnissen verarbeitet wurde.

In die Käsereien wurde EU-weit nahezu so viel Rohstoff gelenkt wie im Jahr zuvor. Die Käseproduktion fiel in der Gemeinschaft, nach Daten der EU-Kommission, leicht um 0,2 % niedriger aus als Referenzzeitraum von 2018. Die Produktion von Vollmilchpulver bewegte sich 2019 nahezu auf dem Vorjahresniveau. Trinkmilch wurde von Januar bis September in der EU hingegen in geringerem Umfang hergestellt.

Wie stellten sich die Entwicklungen in den einzelnen Mitgliedsstaaten dar? Eine ausführliche Analyse zu der Produktion von Milcherzeugnissen in der EU finden Sie in unserem Online-Dienst Markt aktuell Milchwirtschaft.
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Beitrag von Andreas Gorn

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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