Deutschland | Rohmilch | Angebot

Anlieferung saisonal leicht steigend

12.12.2019 (AMI) – In Deutschland hat das Milchaufkommen das saisonale Tal durchschritten und nimmt wieder zu. Dabei wurde das Vorjahresniveau weiter geringfügig überschritten. An den Rohstoffmärkten bestimmen zunehmend schwächere Tendenzen das Bild.

Ende November haben die Milchmengen in Deutschland leicht zugenommen, nachdem in der ersten Novemberhälfte das saisonale Anlieferungstief erreicht worden war. Für die 48. Kalenderwoche weist die Zentrale Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) gegenüber der Vorwoche einen Anstieg um 0,4 % aus. Die Vorjahreslinie wurde damit weiterhin geringfügig übertroffen. Im Herbst 2018 zeigte das Milchaufkommen allerdings einen gedämpften Verlauf. Seinerzeit war das Milchaufkommen regional, in Folge der knappen Verfügbarkeit an Grundfutter und der gestiegenen Preise für Zukauffutter, zurückgegangen. Die Milchmengen von 2017 wurden damit im aktuellen, wie auch im Vorjahr, ab Herbst unterschritten.

Die Lage an den Rohstoffmärkten hat sich im Laufe der ersten Dezemberhälfte, mit den herannahenden Feiertagen, weiter abgeschwächt. Dies ist eine zu dieser Jahreszeit übliche Entwicklung. Der Rohstoffbedarf für die Vorproduktion der Weihnachtsware hat in den Werken den Hochpunkt bereits überschritten. Dies hat, bei gleichzeitig saisonal leicht zunehmendem Rohstoffaufkommen, eine verbesserte Verfügbarkeit an Rohmilch und Konzentraten mit sich gebracht. In Folge dessen wurden Rohmilch und Konzentrate in der Berichtswoche zu schwächeren Preisen gehandelt.

Wie stellen sich die Entwicklungen am Milchmarkt im Detail dar? Eine umfangreiche Einschätzung der Lage an den einzelnen Teilmärkten für Rohstoffe, Butter, Käse und Dauermilcherzeugnisse finden Sie im Markt aktuell Milchwirtschaft.

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Beitrag von Andreas Gorn

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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