Deutschland | Käse | Nachfrage

Umfangreicher Warenausgang an Schnittkäse

27.02.2020 (AMI) – Ende Februar war der Markt für Schnittkäse von einer regen Nachfrage aus dem In- und Ausland gekennzeichnet. Der für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohe Warenausgang führte dazu, dass die Bestände in den Reifelagern unterdurchschnittlich jung waren. Preislich zeigten sich stabile Tendenzen. Die Umsetzung von höheren Preisforderungen für die kommenden Monate waren durch die Verunsicherungen durch das Coronavirus zuletzt erschwert.

Am Markt für Schnittkäse wurde Ende Februar anhaltend von einem sehr regen Absatz berichtet. Der Warenausgang bewegte sich nach wie vor auf einem für die Jahreszeit vergleichsweise hohem Niveau. Beim Lebensmitteleinzelhandel lagen die Bestellungen über den Erwartungen der Hersteller. Daneben riefen auch der GV-Bereich und die Industrie umfangreich ihre Ware aus bestehenden Kontrakten ab. Im Inland waren die Hersteller mit dem Absatz an Schnittkäse insgesamt sehr zufrieden. Auch exportseitig zeigten sich die Märkte weiter aufnahmefähig. Lieferungen in andere Mitgliedstaaten liefen in saisonal üblichem Umfang. Das Drittlandsgeschäft wurde ebenfalls als normal eingeschätzt, wenngleich im Zusammenhang mit dem Coronavirus von Schwierigkeiten bei der Containerbeschaffung berichtet wurde.

Angebotsseitig gab es zum Monatsende kaum Veränderungen. Die Bestände in den Reifelagern waren weiter für die Jahreszeit unterdurchschnittlich und die ausgelieferte Ware vergleichsweise jung. Damit konnte zwar das Bestandskundengeschäft abgewickelt werden, zusätzliche Anfragen aber nicht in vollem Umfang bedient werden.

Vor dem Hintergrund des begrenzten Angebotes und gleichzeitig reger Nachfrage, die sich im anstehenden Ostergeschäft voraussichtlich auch noch weiter beleben wird, fordern die Hersteller in den Verhandlungen für die kommenden Monate höhere Preise. Teils konnten diese für März in gewissem Umfang umgesetzt werden. Die Verunsicherung durch das Coronavirus hat zuletzt jedoch zu einer abwartenden Haltung auf der Käuferseite und Gegenwind in Bezug auf die höheren Preisforderungen geführt.

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Beitrag von Andreas Gorn

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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