Deutschland | Rohmilch | Erzeugung

Jahresstart ohne große Veränderungen

16.04.2020 (AMI) – Anfang 2020 hat sich die wirtschaftliche Situation im Betriebszweig Milchproduktion recht stabil dargestellt. Auf der Erlös- wie auch auf der Kostenseite kam es kaum zu Veränderungen. Im weiteren Verlauf dürfte sich die Lage durch die Folgen der Coronapandemie jedoch spürbar eintrüben.

Im ersten Viertel 2020 wiesen die relevanten Kennzahlen im Betriebszweig Milchproduktion gegenüber dem Ende des vergangenen Jahres kaum signifikante Veränderungen auf. Die Erlöse blieben in der Summe stabil. Auch bei den variablen Kosten stellte sich die Situation weitgehend unverändert dar. Damit waren die Rahmenbedingungen für die Milchproduktion und die Wirtschaftlichkeit in den deutschen Milchviehbetrieben im ersten Quartal dieses Jahres zunächst weitgehend konstant.

Auf der Erlösseite dominierte über den Jahreswechsel die sehr stabile Situation bei den Erzeugerpreisen das Bild. Zu Verschiebungen kam es hier vorrangig durch Zuschläge für Inhaltsstoffe in der Milch. Die Auszahlungsleistungen für standardisierten Rohstoff mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß legten im ersten Quartal hingegen marginal zu. Gegenüber dem gleichen Zeitraum von 2019 fehlte jedoch knapp ein halber Cent auf der Milchgeldabrechnung.

Dies wurde in Teilen von den etwas höheren Erlösen für Altkühe und Kälber kompensiert. Alles in allem stellte sich die Erlössituation in den Betrieben in den ersten drei Monaten des aktuellen Jahres dadurch sehr stabil dar und entsprach in weiten Teilen den Verhältnissen im vierten Quartal von 2019.

Im weiteren Verlauf dürfte das auf Basis des ersten Quartals geschätzte Gesamtergebnis aber wohl nicht zu halten sein. In Folge der Coronapandemie haben die Preise für Milch und Milcherzeugnisse teils deutlich nachgegeben. Magermilchpulver reagierte Ende Februar durch die hohe Exportorientierung als erstes und, im Vergleich zu den anderen Produkten, bislang am deutlichsten. Zeitlich verzögert gerieten auch Blockbutter, Schnittkäse, Vollmilchpulver und Molkenpulver unter Druck.

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Beitrag von Andreas Gorn

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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