Deutschland | Rohmilch | Anlieferung

Rohstoffaufkommen näher am Vorjahresniveau

23.04.2020 (AMI) – Das Milchaufkommen hat sich zur Monatsmitte stabil auf einem saisonal bedingt hohen Niveau bewegt. Dabei wurden die Vorjahresmengen leicht übertroffen. An den Rohstoffmärkten führte ein umfangreiches Angebot, gepaart mit einer ruhigen Nachfrage zu schwächeren Preistendenzen.

Anfang April hat sich das Milchaufkommen in Deutschland im Vergleich zum Vormonat auf etwas niedrigerem Niveau eingependelt. Nachdem die Milchanlieferung über den Monatswechsel im Zuge der frühlingshaften Witterung noch Impulse erhalten hat, sind die Mengen in der ersten vollen Aprilwoche nicht weiter gestiegen. Damit hat sich der Vorsprung zum Vorjahr wieder verkürzt.

Volatiler Verlauf an den Konzentratmärkten

An den Rohstoffmärkten herrschten nach der Monatsmitte erneut teils leicht schwächere Tendenzen vor, nachdem in der Vorwoche eine Erholung auf niedrigem Niveau zu beobachten gewesen war. Zuletzt berichteten die Marktteilnehmer von deutlichen und kurzfristigen Schwankungen der Preisverläufe, die im Wesentlichen auf die anhaltende Verunsicherung im Bezug auf die Coronapandemie zurückzuführen war. Bei weiterhin umfangreicher Rohstoffandienung ging die Nachfrage nach Milchkonzentraten, insbesondere nach Sahne, in der Berichtswoche wieder etwas zurück. Impulse aus der Spargel- oder der anlaufenden Erdbeersaison, die üblicherweise zu einer Nachfragebelebung bei dem fetthaltigen Rohstoff führen, waren bislang nicht spürbar. Im Durchschnitt führte dies, bei uneinheitlichem Verlauf, insbesondere bei Industrierahm zu einem Rückgang der Erlösmöglichkeiten, teils war dies aber auch beim Magermilchkonzentrat der Fall.

Wie stellen sich die Entwicklungen am Milchmarkt im Detail dar? Eine umfangreiche Einschätzung der Lage an den einzelnen Teilmärkten für Butter, Käse und Dauermilcherzeugnisse finden Sie im Markt aktuell Milchwirtschaft.

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Beitrag von Alessa Leder
Produktmanagerin Agribusiness

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