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Kartoffelanbau in Deutschland kräftig ausgedehnt

29.05.2017 (AMI) – Anbauplus ist grundsätzlich plausibel. Entscheidend werden am Ende die Erträge sein, die langfristig betrachtet stetig steigen.

Verglichen mit dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzung des vergangenen Jahres soll nach Angaben des Statistischen Bundesamtes der Kartoffelanbau in diesem Jahr um rund 8 % auf 255.000 ha ausgedehnt worden sein. Ein so großes Kartoffelareal hat es seit 2011 nicht mehr gegeben. Damals summierte sich die Fläche auf 258.700 ha. Die jüngst veröffentlichten Daten stammen aus der Ernte- und Betriebsberichterstattung, die stets mit einer gewissen Vorsicht zu genießen ist.

Im Detail sind die Angaben wohl nicht zu gebrauchen. Nach Einschätzung der AMI gibt das Gesamtergebnis aber den richtigen Trend wider. Vermutlich ist auch richtig, dass so viele Kartoffeln angebaut werden, wie seit 2011 nicht mehr. Was das dann für den Markt 2017/18 bedeutet, bleibt abzuwarten. Der Grundstein für eine überschüssige Ernte wurde gelegt, ob es die aber tatsächlich gibt, entscheidet das Ertragsniveau und darüber kann heute nur spekuliert werden. Folgende Aussagen treffen aber zu: In Niedersachsen, dem Land mit dem mit Abstand größten Kartoffelanbau, sind die Ertragsschwankungen relativ klein. Langfristig steigt mit immer ausgefeilterer Produktionstechnik und leistungsfähigeren Sorten das Ertragsniveau.

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Beitrag von Christoph Hambloch

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